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Das Königreich der Vandalen

Vor 1580 Jahren setzte ein Tross von 80 000 Menschen vom untersten Zipfel des spanischen Festlandes hinüber nach Afrika. Ein langer Marsch von fast 25 Jahren, seit dem Verlassen der Heimat an der östlichen Donau, lag schon hinter ihnen. Das Volk der Vandalen, angelockt durch die Reichtümer Roms und dessen Provinzen, zogen sie durch halb Europa. Auf der Iberischen Halbinsel konnten sie nur kurz eine neue Heimat finden, das Imperium war noch zu stark. In ständige Scharmützel mit dem römischen Heer verwickelt war Nordafrika, die Kornkammer Westroms, einzige Ausweichmöglichkeit. Plündernd und zerstörend eroberten sie die „Provinz Africa“ in gerade mal 10 Jahren. Mit der Einnahme des Herzstückes der römischen Provinz, dem große Karthago, fiel zudem die römische Flotte in ihre Hände, mit deren Hilfe sie dem römischen Reich strategisch wichtige Inseln abnahmen. König Geiserich gründete das „Königreich der Vandalen“, mit der Hauptstadt Karthago. Nur wenige Jahre dauerte es bis Geiserich seine Krieger zum Plündern und Zerstören gen Rom führte. Dass dadurch der Begriff Vandalismus geprägt wurde entspricht allerdings weniger den Tatsachen als den römischen Geschichtsschreibern. Ein Rachezug gegen das Vandalenreich West- und Ostroms scheiterte grandios. Hundert Jahre war dem legendären Königreich gegönnt bis Byzanz es vernichtend schlagen konnte. Viele Spuren haben die legendären Nordmänner nicht hinterlassen, zu sehr hat es ihnen die Kultur und Lebensform der Römer angetan. So bleiben uns nur, wie so oft, die Geschichten, die uns durch das Königreich der Vandalen führen, zu fühlen und schauen was sie im Orient vielleicht gefunden haben. Da lockt unter vielem anderen die Hauptstadt Tunis, die „Erbin des großen Karthago“, mit dem Charme der orientalischen Souks und der berühmtesten römischen Mosaik-Sammlung der Welt. In Sidi Bou Said, einer der schönsten Vororte von Tunis, befindet sich eines der ältesten Cafes der Welt das „cafe des Nattes“ berühmt durch die Bilder August Mackes, der zusammen mit Paul Klee seine Gefühle für das Land auf die Leinwand bannte.

Nirgendwo sonst zeigen sich römische Bauwerke so herausgeputzt wie im Zentrum der legendären Provinz Africa……

 

Beschreibung:

1.Tag Anreise
Flug von Deutschland nach Tunis. Transfer in das vorgesehene Rundreisehotel. Begrüßungs- und Informationscocktail. Je nach Flugplan folgt eine Lichterfahrt am Abend durch die „Erbin des großen Karthago“. In der Altstadt, der Medina, zeigt Tunis den ganzen Charme des Morgenlandes. In den berühmten Souks, den uralten überdachten Gängen, herrscht orientalisches Gewimmel. Im Bardo-Museum gibt es eine der berühmtesten römischen Mosaik-Sammlung der Welt zu besichtigen. Römische und punische Fundgegenstände aus dem ganzen Land wurden hier zusammengetragen, die meisten stammen jedoch aus Karthago. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

2.Tag Karthago und seine Erben
Am Vormittag besichtigen Sie Karthago, heute ein prominenter Villenvorort. Hier ragen noch überall auf den Feldern die Reste römischer Ruinen aus dem Boden. Der größte Teil Karthagos schlummert allerdings noch im Boden. Die sichtbaren Überreste der alten punischen Hafenanlagen sind noch zu erkennen; der karthagische Handelshafen und der Kriegshafen sowie die Admiralitätsinsel. Draußen ragt noch ein Rest des alten römischen Blockadedamms aus dem Wasser. In dem felsigen Gelände über der sonnigen Bucht von Tunis ahnt man etwas von dem Geschichtsdrama, das sich hier vor über 2000 Jahren abspielte. Hier stürmten die Römer Karthago und machten es dem Erdboden gleich. Am Nachmittag besuchen Sie noch das berühmte Bardo-Museum.

3.Tag Unterwegs in der „Provinz Africa“
Nach dem Frühstück führt Ihre Route nach Le Kef im Herzen Tunesiens. Drei der fünf mächtigsten römischen Stätten der Provinz Africa liegen an den ehemaligen Handelsstraßen vom Norden und dem Landesinnern zur Küste. Die erste Stätte ist Thuburbo Majus, bereits von den Puniern gegründet, entwickelte sich diese Stadt während der römischen Herrschaft und dank des fruchtbaren Umlandes zu einer Stadt mit knapp 12 000. Einwohnern. Westlich des Merkurtempels hat man eindeutige Spuren der Bautätigkeit der Vandalen entdeckt. Inmitten von fruchtbarem Ackerland liegt Ihr nächstes Ziel, Dougga. Nirgends zeigen sich römische Bauwerke so herausgeputzt wie hier und die schönsten Mosaiken zeugen von der einstigen Kunstfertigkeit der Bewohner. Einen weiteren Bogen schlagen Sie zur antiken Stadt Bulla Regia. Alle Annehmlichkeiten und die besonderen unterirdischen Villen, in denen die Oberschicht der Sommerhitze entfloh, birgt diese über zweitausendjährige Stadt. Die grandiose Landschaft gestaltet uns das letzte Stück unserer Tagesetappe nach Le Kef abwechslungsreich. Abendessen und Übernachtung im einfachen Hotel in Le Kef.

4.Tag Unterwegs in der „Provinz Africa“
Die Weiterfahrt nach Sfax zieht sich über etwa 320 km entlang der alten Karawanenweg zur Küste. Die Besichtigungen auf der Strecke: Die römische Stätte Maktar, dem antiken Maktaris mit der Basilika der Hildegund aus der Vandalenperiode und vielen neo-punischen Funden und Sbeitla mit ausgedehnten Ausgrabungen aus der letzten Periode des Römischen Reichs am Rande der Sahara. Auf der Fahrt durch das reizvolle Hinterland unterhalten wir Sie mit Geschichte, und Interessantem über Land & Leute. Abendessen und Übernachtung im Hotel in Sfax.

5.Tag Unterwegs in der „Provinz Africa“
Nach einer kurze Stadtrundfahrt in Sfax geht es zur antiken Stadt Thaenae vor den Toren von Sfax. Sie war die südöstlichste Stadt des Punischen Reiches und wurde unter Kaiser Hadrian in die römische Provinz eingegliedert. Zu sehen gibt es hauptsächlich Bauwerke aus der Herrschaftszeit der Vandalen. Die Straße in Richtung Sousse trennt sich nun - wir behalten die eukalyptusbestandene Straße über EL Djem bei. Die alte römische Stadt Thysdrus war im dritten nachchristlichen Jahrhundert ein Zentrum der Provinz Africa und weist eines der schönsten und größten Theater Afrikas auf. Sie logieren in Sousse, dem antiken Hadrumetum. Genießen Sie die traumhaften Strände und das erfrischende Bad im Meer der Sahelzone. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

6.Tag Römisches Erbe am Cap Bon
Am Morgen besuchen Sie die quirlige Stadt Sousse. Vom antiken Hadrumetum, gegründet unter den Phöniziern bereits im 6 Jh. v. Chr. ist leider bis auf die Katakomben nichts mehr übrig. Wir besuchen das Städtisches Museum, die Große Moschee und natürlich den Ribat, eine aus dem 8.Jh. stammende Wehrburg islamischer Mönchritter. Danach fahren wir an der Küste entlang in Richtung Nordosten. Auf unserer Route liegt Nabeul, das antike Neopolis. Wir bewundern bei einem Spaziergang durch die Altstadt die wunderschönen Keramikverzierungen der Häuser. Bis zum Cap Bon führt uns die Küstenstraße weiter. Das Cap ist berühmt für seine traumhafte Aussicht und die Halbinsel wird liebevoll der Garten Tunesiens genannt. Hier liegt fast an der Spitzen die antike Stadt Kerkouene, ihre Ausgrabungen gehören zu den wichtigsten von ganz Nordafrica. Reich soll die Stadt, deren Namen man nicht kennt, durch die Purpurschnecke geworden sein. Nach einer Pause am Cap besuchen wir noch die römischen Grotten von Ghar el Kebir, bevor es dann endgültig ins nahe Tunis geht. Abendessen und Übernachtung im Hotel

7.Tag Traum in Weiß
Am Vormittag Spaziergang durch Sidi Bou Said, einer der schönsten Vororte von Tunis. Durch die engen Gassen steigen wir zu einer Aussichtsterrasse empor, auf der sich eines der ältesten Cafes der Welt befindet das „cafe des Nattes“ berühmt durch die Bilder August Mackes, der zusammen mit Paul Klee seine Gefühle für das Land auf die Leinwand bann. Welch ein schöner Abschied von diesem zauberhaften Land.

8.Tag Heimreise
Je nach Flugplan Transfer an den Flughafen von Tunis. Hilfe beim Check In und den Ausreiseformalitäten. Rückflug von Tunesien nach Deutschland. Auf ein Wiedersehen im Königreich der Vandalen………………….

 

© via cultus Änderungen vorbehalten

 

Im Preis enthalten:

Änderungen vorbehalten

 

Nicht Preis enthalten:

 

Mindest- und Maximalteilnehmerzahl:

ab 15 Personen bis 25 Personen

 

Termine:

 01. Mai bis 07. Mai 2010
30. Oktober bis 06. November 2010

 

Preise:
pro Person im Doppelzimmer 1.095,00 €
Einzelzimmerzuschlag 120,00 €

Preise gelten vorbehaltlich Verfügbarkeit!

 

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