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Stauffener Stätten in Deutschland

So steht es auf der Gipfelsäule im Hof der Burg Staufen auf dem Berg Hohenstaufen. Zum ersten Mal herausgetreten aus dem Schatten der Geschichte, aus dem Mittelmaß vieler Adelsgeschlechter, ist der Staufer Friedrich, vom salischen Kaiser Heinrich IV. im Jahre 1079 zum Herzog von Schwaben ernannt, und mit dessen Tochter verheiratet. Von ihm stammt die Gründung der Burg Staufen und des Benediktiner Klosters Lorch, das als Hauskloster und erste Grablege der Staufer gegründet wurde. Glanz und kulturelle Blüte des Hochmittelalters, ja die europäische Geschichte dieses Zeitraumes, wurde entscheidend durch die neun staufischen Herrscher geprägt. Rivalitäten und Streit unter den Adelsfamilien, Fehden mit dem Papst, all dies konnte den Aufstieg der Staufer bis zur Kaiserwürde des Heiligen Römischen Reiches nicht aufhalten. Ihr Herrschaftsgebiet erstreckte sich über weite Teile der mittelalterlichen Welt. Ihre Macht reichte von der Nord-und Ostsee, über Mitteleuropa bis in südliche Gefilde wie die Provence, Oberitalien und das Königreich Sizilien. Auch heute noch unvergessen sind, neben anderen herausragenden Gestalten, Kaiser Friedrich I., Rotbart oder Barbarossa genannt, dessen Mainzer Hoffest als die prächtigste Veranstaltung des Mittelalters gilt, der bis zu seinem unglücklichen Tod im Flusse Saleph in Anatolien sein Reich mit fester Hand regierte. Ebenso wie sein Enkel Friedrich II., um den sich zahlreiche Legenden gebildet haben. Heute noch faszinieren dessen Persönlichkeit und sein universeller Geist. So wollen wir versuchen, den Geist und das Leben der Staufer ein Stück zu begleiten.

Begleitend zur Ausstellung „Die Staufer und Italien“, die den Rhein-Main-Neckar-Raum, Oberitalien und das Königreich Sizilien, als drei Handlungsfelder der staufischen Herrscher darstellt, zeigen historisch bedeutsame Orte in den drei, an der Metropolregion Rhein-Neckar beteiligten, Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen 2010 ihren Anteil an der staufischen Geschichte. Von Heidelberg aus, dem Ausgangspunkt der Reise, folgen Sie im Verlauf von vier Tagen den Spuren der Staufer, die von einer schwäbischen Grafenfamilie zur bedeutendsten Herrscherdynastie des hohen Mittelalters aufstiegen. Heute noch faszinieren die aus dieser Dynastie hervorgegangenen Persönlichkeiten und so soll versucht werden, den Geist und das Leben der Staufer ein Stück zu begleiten. Selbstverständlich führt Sie Ihr Weg auch nach Mannheim in das Reiss-Engelhorn-Museum (REM). Dort erhalten Sie – exklusiv als Teilnehmer an dieser Reise – eine Führung durch die Ausstellung „Die Staufer und Italien“, die von einem der Ausstellungskuratoren persönlich geleitet wird.

 

Beschreibung:

1. Tag Heidelberg - Kloster Lorch – Burg Staufen
Dort, wo alles begann.... Mit dem Kloster Lorch beginnt die eigentliche Geschichte der Stauferfamilie. Um das Jahr 1090 wurde das Benediktiner Kloster von Friedrich, erster Staufer auf dem schwäbischen Herzogsthron, als Hauskloster und erste Grablege der Staufer gegründet. Ein Rundbild mit 30 m Länge und einer Höhe von 4,5 m vom Maler Hans Kloss zeigt die wechselvolle, 900 jährige Geschichte der Stauferdynastie vom Berg Hohenstaufen bis zum Königreich Sizilien. Übrigens, Friedrich Schiller verbrachte hier in Lorch seine ersten Schuljahre, sein Vater, ein Offizier, war im nahen Schwäbisch Gmünd stationiert. Am Fuße des Hohenstaufen dann besuchen Sie das Dokumentationszentrum der staufischen Geschichte. Ein halbstündiger Spaziergang bringt Sie zur Burg Staufen, bzw. zu deren Überresten. Hier steht die Säule mit der anfangs erwähnten Inschrift und den Namen aller staufischen Herrscher. Ein traumhafter Blick belohnt Sie von hier oben. Von der Burg selbst, die im Bauernkrieg zerstört wurde, ist leider nicht allzuviel übrig geblieben. Aber schon das Bewußtsein, was von hier seinen Anfang nahm macht die Magie des Ortes aus. Fahrt nach Göppingen, individueller Bummel durch die schöne Stadt und Rückfahrt nach Heidelberg. Sozusagen ein Tag der Einstimmung. Übernachtung im Hotel.

2. Tag Heidelberg – Mannheim
Morgens Besichtigung des Codex Manesse (Manessische Handschrift) in der Heidelberger Universitätsbibliothek. Diese berühmteste Handschrift des Mittelalters reicht bis in die Blütezeit staufischer Kultur zurück und zeigt, neben dem Liedgut, zahlreiche Miniaturen. Deren Bekannteste ist sicher die vom Stauferkaiser Heinrich VI. Weiterfahrt nach Mannheim in das Reiss-Engelhorn-Museum (REM) zur großen Staufer Ausstellung „Die Staufer und Italien“. Anschließend Rückfahrt nach Heidelberg und Übernachtung.

3. Tag Burg Steinsberg - Bad Wimpfen
Über Sinsheim, dem Kaiser Heinrich VI das Stadtrecht verlieh, geht es zu Ihrem ersten Ziel, Burg Steinsberg, auch „Kompass des Kraichgaus“ genannt. Kaiser Friedrich II. selbst gab den Auftrag zum Bau des achteckigen Bergfrieds, der eine frappierende Ähnlichkeit mit dem apulischen Castel del Monte aufweist. Bis heute gibt es Spekulationen über diese achteckige Form, ist sie Ausdruck der vollkommenen Harmonie oder angelehnt an den Felsendom in Jerusalem? Ein ungelöstes Rätsel. Führung durch die Burg. Weiter zu einem staufischen Kleinod am Neckar, Bad Wimpfen. Hier wurde die größte kaiserliche Palastanlage nördlich der Alpen errichtet. Der Bergfried, der rote und der blaue Turm, die Pfalzkapelle, ergeben zusammen die unverwechselbare Stadtsilhouette von Bad Wimpfen. Aber auch die wirtschaftliche Bedeutung Bad Wimpfens am Zusammenfluss von Jagst und Neckar, war beachtlich. Geführter Stadtrundgang und Rückfahrt nach Heidelberg, Übernachtung.

4. Tag Die Pfalz – Trifels – Speyer
Das „gelobte Land“, so von den Pfälzern selbst genannt, wegen der Schönheit der Landschaft, der Güte des Weines und der Lebensfreude seiner Bewohner. Fahrt in das gemütliche Annweiler und von dort zur Burg Trifels, die wie ein Adler auf einem Vorsprung des Sonnenberges thront. Die Feste Trifels war zweifellos die vornehmste Feste des salisch-staufischen Geschlechts. Friedrich I., Barbarossa, residierte längere Zeit auf dem Trifels. Hier war die Stätte, an der die Reichsinsignien aufbewahrt wurden. Deren Nachbildungen sind heute noch in der Burg zu besichtigen. Übrigens, der bekannteste Gefangene der Burg war zweifellos Richard Löwenherz, der hier im Jahre 1193 gefangen saß. Mittagspause im zauberhaften Pfälzer „Schaufenster“, dem Ort St. Martin. Weiterfahrt nach Speyer, einer der Lieblingsstädte der Staufer und einer ihrer wichtigsten Stützpunkte. Speyer und seine Bürger kamen in den Genuss zahlreicher Privilegien und Freiheiten. Sie spazieren durch Speyer mit seinen prachtvollen Gebäuden und den romantischen Gassen bis zum alles beherrschenden Dom, Weltkulturerbe seit 1981. In der Krypta des größten romanischen Gotteshauses in Europa ruhen Kaiser, Könige und Königinnen der Salier, der Staufer bis zu einigen Habsburgern. Rückfahrt nach Heidelberg. Dies ist das Ende des Einblicks in die Stauferzeit, in ihren Glanz, Pracht, Blüte, aber auch in die dunklen Tage und Taten.

 

© via cultus Änderungen vorbehalten

 

Im Preis enthalten:

 

Nicht im Preis enthalten:

 

Mindest- u. Maximalteilnehmerzahl:

ab 15 Personen bis 25 Personen

 

Termine:

29. September bis 02. Oktober 2010

ein weiterer Termin für das Frühjahr 2011 ist in Planung

 

Preise :

pro Person im Doppelzimmer 695,00 €
Einzelzimmerzuschlag 150,00 €

Preise gelten vorbehaltlich Verfügbarkeit!

 

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