This Porta-generated SimpleViewer album requires Adobe Flash ver. 7 (or newer).


If you already have Flash installed, view the Flash-based album.

Otherwise, view the HTML-based album.

Kanalinseln
eine französisch - britische Liaison

Das fragen sich die Besucher dieser Inseln jeden Tag. Bis zu 14 m beträgt der Tidenhub und verändert die Küsten der Inseln jedes Mal dramatisch. Jachten liegen auf dem Trockenem, Fischerboote werden mit Traktoren auf den Strand hochgezogen und Strandspaziergänger müssen sich vergewissern, dass der Strand nicht unversehens zum Meer wird. Diese 5 Inseln, Jersey, Guernsey, Alderney, Sark und Herm sind ein Miniplanet für sich. Historisch betrachtet hat Victor Hugo, der hier 15 Jahre im Exil lebte, recht als er die Inseln als „Stücke Frankreichs, die ins Meer gefallen sind und von England eingesammelt wurden“ bezeichnete. Zwischen 15 und 20 Km vor der Bucht von St.Malo gelegen sind sie ein letztes Stück Normandie. Aber was für Eines! Diese Liaison zwischen England und Frankreich hat die schönsten Blüten hervorgebracht. Im wahrsten Sinne, denn diese Inseln, im Golfstrom gelegen, bieten eine üppige, fast mediterrane Vegetation, Gärten voller impressionistischer Farbenpracht, blühende Wiesen in allen Farben (Renoir hat hier 18 seiner berühmtesten Werke geschaffen). Pudrige Strandbuchten, bezaubernde Städtchen mit romantischen Häfen und engen Gassen, Schlösser und Blumen umgebene Cottages. Dazu englischer Stil gemischt mit französischem savoir-vivre, cream tea und scones und fruits-de-mer. Oasen für Romantiker und für Gourmets. Aber die Inseln haben sich durchaus auch modernsten Zeiten angepasst und sind, zum Ärger mancher europäischer Finanzminister, ein wahres Steuerparadies. Zwei Seiten einer Medaille......

1.Tag Anreise
Ab Düsseldorf (mit mehreren Zusteigemöglichkeiten) geht es am frühen Vormittag über Belgien nach Frankreich, in die Normandie. Ins Land des Camemberts und Calvados, der langen Sandstrände, kleinen Buchten und steilen Klippen. Ins Land der Klöster und der mittelalterlichen Städte. In einer dieser, der Hauptstadt der Normandie, Rouen, werden wir übernachten. Am selben Tag noch (je nach Ankunftszeit) nehmen wir an einer Stadtführung (deutsch) teil. Rouen, dessen Geschichte 2 000 Jahre zurückreicht, gelegen an einer der letzten Seine Schleifen die zum Meer führen, ist der 5.größte Hafen Frankreichs. Historiker bezeichnen Rouen wegen des historischen Kerns als ein, allerdings sehr lebendiges, Freilichtmuseum. Neben der gotischen Kathedrale Notre Dame sind es vor allem die vielen reichen Fachwerkhäuser in den Gassen des Zentrums die den Reiz der Stadt ausmachen. Aber Rouen ist auch untrennbar verbunden mit dem Feuertod einer jungen Frau. Jeanne d‘ Arc, gerade einmal 19 Jahre alt, wurde auf dem vieux marche am 30.05.1431 verbrannt. Übrigens, 25 Jahre später wurde das Urteil für nichtig erklärt...... Übernachtung in Rouen.

2. Tag Rouen -St. Malo-Mont St. Michel – Guernsey
Nach dem Frühstück Weiterfahrt nach St. Malo, von wo aus wir einen Spaziergang hinaus zum Mont St. Michel machen. Der Mont St. Michel, legendenumwoben, ein Glanzpunkt der Normandie (UNESCO Weltkulturerbe). Verbunden durch einen Damm mit dem Festland kann die einstige Insel heute trockenen Fußes erreicht werden. Der Bau des Klosters auf dem Felsklotz im Meer geht auf eine Legende des 8.Jh. zurück, wo durch das Erscheinen des Erzengels Michael ein solcher Klosterbau befohlen wurde. So entstand dieses Kleinod romanischer und gotischer Bauweise, durch dessen enge Gassen sich in der Hochsaison unzählige Touristen bewegen. St. Malo selbst liegt bereits in der Bretagne und bietet das Bild einer mittelalterlichen Stadt mit Festung und einem großen Fährhafen. Sollte die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre noch reichen, machen wir einen kleinen Abstecher nach Cancale, berühmt für seine Austernbänke. Woanders als teuere Delikatessen verkauft, gehören sie hier zum täglichen Leben und ein „Austern Imbiss“ ist eine preisgünstige Angelegenheit. Mit der Nachmittags-Fähre setzen wir über nach Guernsey, wo wir am Hafen von unserem Guide erwartet werden, der uns zu unserem Hotel in St.Peter Port begleitet.

3. Tag Guernsey
Nach dem Frühstück starten wir zu unserem Guernsey „round trip“ . Mit 10 Gemeinden, „parishes“ genannt, und etwas über 60 000 Einwohnern ist Guernsey die zweitgrößte der Inseln. Rund um die Insel führt uns der Weg, vorbei an steilen Klippen, puderfeinen Stränden, Cottages à la Miss Marple und blühendem Ginster. Ein Spaziergang führt uns auf einem der zahlreichen Klippenpfade hoch über dem Meer entlang. So klein und schon eine Kirche ! Ganze 5m lang ist das kleinste Gotteshaus der Welt, die „Little Chapel“, bunt bestückt mit Muscheln und Porzellan und Glasstückchen. Eine zauberhafte Strandbucht ist die Moulin Houet Bay, wo eines von Renoir‘s berühmtesten Gemälden entstand. Seit vielen Jahrtausenden sind diese Inseln besiedelt, davon zeugen z.B. die Megalith-und Ganggräber von Le Dehus, die von Menschen des Neolithikums angelegt wurden. Sausmarez Manor (seit 1220 im Besitz einer einzigen Familie), prunkt mit einem exotisch anmutenden Garten und Skulpturenpark. Natürlich darf auch ein nachmittäglicher „cream tea mit scones“ nicht fehlen. Diesem Genuss darf man sich nicht versagen. Die Inseln wurden im 2. Weltkrieg auch von deutschen Truppen besetzt und naturgemäß gibt es etliche Monumente, die das bezeugen. Eines ist das „German Underground Hospital“, das von Zwangsarbeitern unterirdisch angelegt wurde um Verwundete zu versorgen.

4. Tag Herm – Karibikfeeling
Nur 20 Minuten mit der Fähre trennen Herm von Guernsey und in der einzigen Gemeinde der Insel leben und arbeiten ca. 60 Menschen. Ein fast tropisches Paradies, dessen Flora zum Teil aus Südamerika stammt, gedeiht in den nahezu mediterranen, frostfreien Klima. Fast wie ein impressionistisches Gemälde wirkt Herm. Pastellfarbene Cottages wetteifern mit langen, hellen Stränden und steilen Klippen. Auch hier finden sich die Überreste frühester Besiedlung in Form von Megalith Gräbern. Nach unserer Rückkehr nach Guernsey begleitet uns unser Guide auf einem Stadtspaziergang durch das quirlige St. Peter Port, vielleicht auf den Spuren Victor Hugo‘s, dessen Wohnsitz, Maison Hauteville, wir auch besuchen werden. Natürlich locken auch die zahlreichen Pubs, Cafés und Boutiquen zum Verweilen.

5. Tag Sark - keine Autos, dafür Pferde....
Sark ist der letzte Feudalstaat Europas. Seit dem 16.Jh. In Folge wird Sark von einem „Seigneur“ regiert, der über die knapp 600 Einwohner gebietet, die in einem Inselparlament vertreten sind. Steuern und Abgaben werden von dem Seigneur an die Queen abgeführt. Autos gibt es keine auf Sark, abgesehen von Traktoren, die die Ernte und Gepäck transportieren. Aber wozu gibt es Pferde? Wir machen einfach eine Runde per Kutsche! Vorbei an Cottages, duftendem Ginster und der glitzernden See. Nicht zu vergessen die Parkanlagen der „Seigneurie“ mit Irrgarten, Blumenbeeten und Rosenrondellen. Übrigens dürfen auf der Insel nur Guernsey Rinder gehalten werden, deren sahnige Milch in Pralinen und Eis fließt. Ökologischer Landbau ist schon lange Tradition auf Sark. Chemie und Dünger sind zum Schutze des Grundwassers verboten. Rückfahrt mit der Fähre nach Guernsey, Übernachtung wie am Vortag.

6. Tag Jersey
Am morgen Fährüberfahrt nach Jersey. Empfang mit Bus durch unseren, natürlich deutsch sprechenden, Guide. Direkt anschließend zeigt uns eine halbtägige Busrundfahrt einiges von diesem wohl bestellten „Miniplaneten“, der 11,2 km lang und 17,6 km breit ist. Ein Klippenspaziergang mit spektakulären Ausblicken hilft uns vielleicht die Kalorien des cream tea‘s und der scones loszuwerden. Am Spätnachmittag einchecken im Hotel in St. Helier. Entweder an diesem oder am nächsten Abend findet die Begegnung mit unseren soroptimistischen Schwestern statt, die sich schon freuen und auf unseren Besuch einstellen.

7. Tag Jersey Strände – Schlösser – Städtchen
Wir beginnen unsere Jersey Rundfahrt beim reizenden Städtchen Gorey mit seinem pittoresken Hafen und dem mächtigen Mont Orgueil Castle aus dem 13.Jh., von dessen obersten Punkt man die vielleicht beste Aussicht auf die Insel hat. Ein Abstecher führt uns noch viel weiter in die Vergangenheit zurück, nämlich ca. um die Zeit 3 500 v. Chr. Aus dieser Zeit stammt das Megalith Grab, das zu den bedeutendsten seiner Art in Europa zählt. Ungefähr 70 Steine umschließen einen 10m langen Gang und einen großen Raum. Ein kleines Kuriosum, oben auf dem Hügelgrab befindet sich eine Doppelkapelle aus dem 12.Jh. Ebenfalls auf diesem Gelände befindet sich ein Mahnmal zur Erinnerung an die Zwangsarbeiter im 2. Weltkrieg. Nach einem Abstecher zu den Klippen des Nordens machen wir Halt im schnuckeligen St. Aubins mit seinen engen Gassen, gelegen an der weiten St. Aubins Bay. Weiter an der Küste entlang finden wir die Glass Church mit Werken des Jugendstil Künstlers René Lalique. An der schönen St. Brelade‘s Bay befindet sich einer der magischen Inselorte, Kapelle und Friedhof bilden ein wundervolles Ensemble granitener Ruhe. Mit etwas Glück können wir trockenen Fußes zum Corbière Lighthouse gelangen. Endpunkt unserer heutigen Tour ist die St. Quens Bay, ein Paradies für Windsurfer. Rückkehr zum Hotel ,Übernachtung wie am Vortag. Falls nicht schon vorher geschehen, so heute Begegnung mit unseren soroptimistischen Schwestern.

8. Tag St.Helier und endlich !! Frei !!
Nach dem Frühstück brechen wir zu einer gemütlichen Sight-Seeing Tour durch St. Helier auf. Eingebettet wie eine Perle in einer Auster liegt St. Helier in einer weiten Sandbucht, begrenzt vom wuchtigen Elizabeth Castle vor der Hafeneinfahrt. Die geschäftigen Strassen und Gässchen beherbergen mit schönen, alten Fassaden moderne Geschäfte und Boutiquen. Nicht zu vergessen, die beinahe wichtigste Lebensader der Kanalinseln, die zahlreichen Banken. Besuch des Jersey Museums, wo die reiche Geschichte der Insel zum Tragen kommt und wo man die alte normannische Inselsprache, Jérrials, hören kann. Nachmittags zur freien Verfügung, bummeln, shoppen, cream tea genießen, am Hafen sitzen, träumen....

9. Tag Abschiedschmerz
Am Morgen fahren wir mit der ersten Fähre auf das Festland, nach St. Malo zurück. Aber das Abschiednehmen wird versüßt durch die Aussicht auf ein geschichtliches und künstlerisches Highlight. Wir besuchen das Museum von Bayeux mit dem berühmten Teppich von Bayeux. Die Chronik der Jahre 1064 bis 1066, zur Schlacht von Hastings, die mit der Eroberung Englands endete. Mit einer Länge von ca. 70 m (das letzte Stück fehlt) und der Höhe von 50 cm ist dieser gestickte Wandbehang eine naturgetreue Schilderung dieser Schicksalsjahre. Es folgt, wenn zeitlich möglich, ein Rundgang durch Bayeux. Weiterfahrt nach Amiens, wo wir übernachten .

10. Tag Amiens – Nachhause
Nach dem Frühstück steht ein Stadtrundgang in Amiens mit Besichtigung der berühmten gotischen Kathedrale an. Die Geschichte Amiens, Hauptstadt des. Dept. Somme und der Region Picardie, reicht zurück bis in die Altsteinzeit, wieder Fund von Faustkeilen beweist. Unter römischer Herrschaft erhielt die Stadt Foren, Amphitheater und Thermen. Übrigens, ist Amiens die Stadt in der der heilige Martin im Winter 338/339 seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben soll. Herausragendes Bauwerk ist natürlich die großartige Kathedrale (Weltkulturerbe der UNESCO). Zusammen mit Reims und Chartres bildet sie die drei klassischen Kathedralen der französischen Hochgotik des 13.Jh..Übrigens, bauliches Vorbild für den kurz darauf begonnen Bau des Kölner Doms! Nun sind wir endgültig auf dem letzten Teil unsere Heimreise und sind am frühen Abend an unserem Ausgangsort, versehen mit einem Schatz reicher Erinnerungen in unserem Gepäck. Mit Bildern von weiten Sandstränden, romantischen Städten, Erinnerung an Spuren von Menschen, lange vor unserer Zeit.

Wie sagt Victor Hugo:

….was uns bleibt ist das Meer,
das alles schöner macht was es berührt -
wie die Poesie

© via cultus, Änderungen vorbehalten

Leistungen:

Reisepreis:
Preis p.P. im Doppelzimmer € 1 750,00
Einzelzimmerzuschlag € 300,00 (halbes DZ versuchen wir gerne zu vermitteln)


Preise gelten vorbehaltlich Verfügbarkeit!


Reisezeit:
07.06.- 16.06.2012



E-Mail und Buchung

hoch
Fenster schließen