Die Karwoche im Kaukasus
Bis ins Königreich von Urartu reichen die kulturellen Ursprünge der Länder am Ararat zurück. Heute finden sich eindrucksvolle Zeugen der Vergangenheit – Kirchen, Klöster und Festungsanlagen in einer ganz eigenen Formensprache, eingebettet in eine atemberaubende Landschaft. Der Kaukasus weckt noch immer Assoziationen an die Seidenstraße, den Ost-West Handel und den für Europa so wichtigen Kulturaustausch auf dieser sagenhaften Route. Vielleicht auch Erinnerungen an den Geschichtsunterricht, dem Land Kolchis, den Argonauten und dem goldenen Fließ. Für den christlich Interessierten steht natürlich die frühe christliche Kirche, die hier schon im Jahre 337 Staatsreligion wurde, im Vordergrund. Aus der atheistisch geprägten Staatsform der ehemaligen Udss-Republiken im Kaukasus erwuchs in erstaunlicher Weise eine verschwunden geglaubte Religiosität der Menschen. Die Mehrheit, vor allem auch junge Menschen, wenden sich wieder der Orthodoxen Kirche zu. Die Gottesdienste sind gut besucht und sogar die Klöster beklagen sich nicht über Nachwuchsschwierigkeiten beschweren. Die Form des Gottesdienstes kann man als westlich geprägter Christ äußerst exotisch empfinden, starr ritualisiert wirkt er mythisch aus vergangener Zeit und hinreißend mit seinen gregorianisch anmutenden Gesängen.
Das Osterfest gilt als das wichtigste Fest der christlichen Kirchen. Die Ostertage werden indes nicht immer zum gleichen Zeitpunkt begangen. Die Orthodoxen Festtage sind fast immer später als die der westlichen Kirchen. Manchmal liegen sogar bis zu fünf Wochen zwischen den Festen. So können Reisende durchaus ein Osterfest in der Heimat und im Kaukasus begehen. Dieses einmalige Erlebnis hat uns bestärkt eine solche spirituelle Reise zu entwickeln. Sie ist nicht nur eine Reise durch dieses uns gänzlich unbekannte Land, sie ist auch eine besinnliche und christliche Reise durch die Karwoche, die letzten Tage und Leiden Jesu. Entlang des Reiseweges lernen Sie die Traditionen des georgischen Osterfestes kennen. Die Fußwaschung am Gründonnerstag erleben Sie z.B. in der Hauptkathedrale mit dem Katholikos-Patriarch Georgiens und die Kreuzabnahme in der Swetizchoweli Kathedrale, in der sich auch der Leibrock Christi befindet.
1.Tag Anreise
Flug von Deutschland nach Tiflis in der Nacht.
2.Tag Stadtluft
Ankunft am Morgen, Transfer zum vorgesehenen Rundreisehotel. Begrüßungs- und Informationsrunde und Zeit zum Erholen. Spaziergang mit Besichtigungen in der pittoresken Altstadt.
3.Tag Kachetinische Weinstrasse
Fahrt durch Kachetien, dem bekannten Weinanbaugebiet. Besichtigung des Nonnenkloster Bodbe und Spaziergang durch die Stadt Signagi. Besuch eines Bauernhofes mit 300-jährigen Weinkeller und Verkostung.
4.Tag Gründonnerstag
Morgengottesdienst in der Kathedrale, der Katholikos-Patriarch Georgiens selbst wäscht traditionell die Füße von Zwölf Priestern, wie es auch schon Jesu mit seinen Zwölf Aposteln tat. Im Anschluss Fahrt zum Mtatsminda Berg und Besuch der Kathedrale Sameba sowie einer Goldschmiedewerkstatt.
5.Tag Karfreitag
Karfreitag ist mit der Kreuzung und Beerdigung Christi verbunden. Wir besuchen den Gottesdienst in der Swetizchoweli Kathedrale. Im Anschluss sehen wir der traditionellen Rotfärbung der Ostereier zu. Am Nachmittag Ausflug in die Region Kartli. Sie besichtigen die Höhlenstadt Uplisziche, die Marienkirche Atenis Sioni, Gudauri und die Ananuri Festung am Shinvali-Stausee. Um Mitternacht Teilnahme an der Ostergottesdienstliturgie in der Sameba Kathedrale.
6.Tag Karsamstag
Besuch der Katholischen Kirche in Tiflis. Fahrt zum Höhlenkloster David Garedscha und Wanderung zum Udabno Kloster mit Höhlenmalereien und einmaligen Ausblick über Aserbaidschan.
7.Tag Ostersonntag
Ausflug nach Mzcheta, Unesco Kulturdenkmal und eine Schatzgrube für Archäologen.
8.Tag Heimreise
Transfer zum Flughafen, Hilfe bei den Ausreiseformalitäten und Verabschiedung. Rückflug nach Deutschland. Auf ein Wiedersehen …………



