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Von Zarenpracht zu Supermacht

St. Petersburg- wir denken an die Pracht der Eremitage, an die wunderbaren Villen und Paläste, die die Ufer der zahlreichen Flüsse und Kanäle säumen und die St. Petersburg zu recht den Beinamen „Venedig des Nordens“ verschafft haben. An die riesige St. Isaak Kathedrale mit ihren Säulen aus Malachit, die Auferstehungskirche mit ihren vielen bunten, bizarren Zwiebeltürmchen.

An die zahlreichen Museen und Theater, die St. Petersburg einen hervorragenden Platz in der Kunstszene erobert haben. An Peter den I., genannt „Der Große“, diesen Exzentriker der, zugleich brutal, rücksichtslos, gebildet und zartfühlend war und diese zauberhafte Stadt ohne Rücksicht auf Menschenleben aus den sumpfigen Inseln gestampft hat. Wir denken an den Peterhof, die Sommerresidenz, deren unzählige Wasserspiele und Fontänen ein Triumph der damaligen Technik darstellen. Eingerichtet ohne eine einzige Pumpe, lediglich Druck und Gefälle ausnützend.Der Katharinenpalast, errichtet unter seiner Tochter Elisabeth mit dem sagenhaften Bernsteinzimmer und dessen wechselvoller Geschichte. Damals konnte man noch Menschen verschenken und Kaiser Friedrich Wilhelm I. erhielt als Gegenleistung seine Garde der „Langen Kerls“, deren russisches Dorf noch heute in Potsdam steht. Die zahlreichen Dichter und Musiker, allen voran der russische „Literaturpapst“ Puschkin, die St. Petersburg als ihren Musentempel betrachteten. Aber selbstverständlich gibt es auch die dunklen Zeiten. Eine der dunkelsten war wohl die 900 tägige Belagerung des damaligen Leningrads, der über 1 Mio. Menschen durch Beschuss, Hunger, Kälte, Erschöpfung zum Opfer fielen. Wie Phönix aus der Asche erhob sich die Stadt nach Glasnost und Perestroika. Dabei darf nicht verhehlt werden, dass, was uns als große Befreiung erschien, zum absoluten Chaos und zum Zusammenbruch aller Infrastrukturen führte. Die Tore der Gefängnisse, die Tore der „Kinderlager“, wurden geöffnet. Diese, z. T. Waisenkinder, z. T. entwurzelte Kinder strömten in die Städte und bildeten einen Großteil der Straßenkinder. Staatliche, aber vor allem private Hilfsorganisationen richteten Waisenhäuser ein wo die Kinder, wohl zum ersten Mal in ihrem Leben, so etwas wie soziale Bindungen und Zuwendung erleben konnten. Unsere liebenswerten soroptimistischen Schwestern in St. Petersburg, die wir natürlich zu ausführlichen und, sicher auch fröhlichen, Gedankenaustausch treffen werden, unterstützen und fördern ein solches Waisenhaus.

Unser vorgesehener Tagesausflug führt uns nach Nowgorod, einer ehemaligen Hansestadt am Fluss Wolchow. Nowgorod wird als das „russische Rothenburg o.d.T.“ bezeichnet und bietet das vollkommen erhaltene Bild einer russischen ,mittelalterlichen Stadt. Die gesamte Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Neben dem Besuch des hölzernen Kremls, der Sophienkathedrale und der Handelshäuser aus der großen Zeit Nowgorods gehört auch ein Treffen mit den dortigen soroptimistischen Schwestern zu unserem Programm. So lasst uns eintauchen in dieses Land, in diese Städte, in ihren Glanz aber auch in ihre dunklere Seite.

 

Beschreibung:

1. Tag Anreise
Linienflug mit LH von Frankfurt nach St. Petersburg. Transfer zum zentral gel. Hotel M***.

2. Tag Stadtrundfahrt
Beginnend auf der „Haseninsel“, sozusagen dem „Point Zero“ von St. Petersburg. Hier begann die Verwirklichung des Traumes vom Peter dem Großen. Besuch der Peter und Paul Festung und der Kathedrale mit Grablege der Romanows. Weiter durch die Stadt des Wassers und der Kanäle, vorbei an Palästen und Museen, an der gewaltigen Isaak Kathedrale und der zauberhaften Erlöserkirche mit ihren bizarr-bunten Kuppeln. Am Schlossplatz mit der riesigen und doch fein gegliederten Fassade der Eremitage. Über den prächtigen Newski Prospekt, wo uns Katharina die Große, zu ihren Füßen ihre Liebhaber, begrüßt. Am Gostinny Dwor vorbei, dem prächtigen Kaufhaus und Gegenstück zu GUM in Moskau. Zwischendurch ein kleine Mittagspause (fakultativ). Vielleicht bei „Stolle“ ein russisches „Bistro“ mit köstlichen Pasteten. Am Nachmittag dann Besuch des Puschkin Museums um dem Begründer der russisch-sprachigen Literatur die Reverenz zu erweisen. Weiter zum prächtigen Jussupow Palast, in und vor dem der bärtige Sinnenverführer Rasputin ermordet wurde. Am Abend dann (fakultativ) Besuch einer Theatervorstellung oder eine Bootsfahrt durch die Kanäle. Essen in einem der Lokale der Umgebung nach Belieben.

3. Tag Katharinenpalast, Ethnographisches Museum, Begegnung mit unseren soroptimistischen Schwestern
Morgens Fahrt nach Zarskoje Selo (Zarendorf) zum Katharinenpalast. Führung durch die prunkvollen Räume und durch das berühmte Bernsteinzimmer. Spaziergang durch den zauberhaften Park. Nach dem Mittagessen (fakultativ), Besuch des Ethnographischen Museums mit unserer Schwester Anna, Kuratorin dieses Museums. Sie wird uns auch die Stahltüren zu den traumhaften Schatzkammern öffnen lassen. Ein Privileg, das nur wenige Besucher haben. Gegen Abend dann Treffen mit unseren soroptimistischen Schwestern- das wird sicher ein sehr fröhlicher Abend werden.

4. Tag Newski Kloster, Newski Prospekt, Panzerkreuzer Aurora
Den heutigen Tag lassen wir langsamer angehen. Erster Besuchspunkt ist das von Peter dem Großen gegründete prächtige Newski Kloster, wo wir eine kleine Verabredung auf dem Friedhof haben, nämlich mit Tschaikowski, mit Mussorgski mit Dostojewski, Rimski-Korsakow etc., etc. ... Dann besuchen wir das Innere der Isaak Kathedrale, die 10.000 Menschen fassen soll, sowie die Erlöserkirche mit ihren 7.500 qm vergoldeter Mosaiken, ein unglaublicher Anblick. Mittagspause (fakultativ). Am Nachmittag Besuch des Panzerkreuzers Aurora, mit dessen Kanonenschuss im Oktober 1917 die russische Revolution begann. Anschließend nehmen wir uns frei und bummeln auf dem Newski Prospekt, der Prachtstraße St. Petersburgs. Der Besuch des Gostinny Dwors ist ein Muß! Abendessen nach Belieben in einem der zahlreichen Lokale. Möglichkeit nochmals zu einem Theaterbesuch, bzw. Bootsfahrt auf den Kanälen, in den weißen Nächten natürlich ein besonderes Erlebnis.

5. Tag Nowgorod
Heute brechen wir relativ früh zum ca. 200 km entfernten Nowgorod auf. Nowgorod gehörte zu den Hansestädten und bietet das vollkommen erhaltene Bild einer russischen mittelalterlichen Stadt. Neben dem hölzernen Kreml gehört ein Besuch der Sophienkathedrale, des Jurjew Klosters und der Handelshäuser zum Programm. Das gesamte Stadtzentrum wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Auch hier werden wir uns am Nachmittag dann mit unseren soroptimistischen Schwestern vor Ort treffen. Gegen Abend Rückfahrt nach St. Petersburg.

6. Tag Eremitage und Peterhof
Am Morgen Besuch der Eremitage, nicht zu spät, um in den prachtvollen Räumlichkeiten noch etwas „Luft“ zu haben und die Kostbarkeiten genießen zu können. Neben den unglaublichen Schätzen birgt die Eremitage auch eine eindrucksvolle Gemäldegalerie alter und neuer Meister. Am Mittag dann Fahrt mit dem Luftkissenboot (ca. ½ Stunde) zum Peterhof, der Sommerresidenz Peters des Großen. Hunderte von Wasserspielen und Fontänen begleiten uns vom Palast durch den Park, der an jeder Ecke neue, überraschende Wasserkünste bietet. Wie gesagt, ohne jede Pumpe betrieben. Von Peters Sommerhäuschen schließlich haben wir einen wundervollen Blick auf den Finnischen Meerbusen. Essen (fakultativ) im nahe gelegenen, sehr netten russischen Gasthaus Samsun. Rückfahrt entweder mit dem Bus oder mit dem Schnellboot nach St. Petersburg. Wie wäre es am Abend mit einer Fahrt mit der Metro? Eine der tiefsten der Welt, wo die Rolltreppen fast im 45° Winkel abwärts führen?

7. Tag Begegnung mit der Geschichte
Besuch, zusammen mit einer oder mehreren unsere soroptimistischen Schwestern, der Gedenkstätte zur 900 tägigen Belagerung Leningrads während des 2. Weltkriegs. Ein eindrückliches Erlebnis, das uns den Wahnsinn eines Krieges klar vor Augen führt. Nachmittags dann stellen uns unsere soroptimistischen Schwestern ihr Projekt eines privaten Waisenhauses vor (Besuch) (fakultativ). Abschied von den St.Peterburger Soroptimistinnen, die uns in der Zwischenzeit bestimmt schon ans Herz gewachsen sind.

8. Tag Heimreise
Sollte unser Rückflug später erfolgen, haben wir nochmals die Möglichkeit zu einem Bummel und zum Einkaufen letzter Geschenke und Souvenirs. Heimflug nach Frankfurt. Im Gepäck viele schöne Erinnerungen an eindrucksvolle Begegnungen mit warmherzigen Menschen und reichen Kulturgütern.

 

© via cultus Änderungen vorbehalten

 

Termin:

vom 25.06. bis 02.07.2010

 

Leistungen:

Änderungen vorbehalten

 

Preis:

Preis p. P. im Doppelzimmer € 1.370,00
Einzelzimmerzuschlag € 220,00
Visa € 50,00  Bei der Beschaffung sind wir Ihnen gerne behilflich

 

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