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Russland - Sankt Petersburg

Wenn es nachts nicht mehr richtig dunkel wird in der Fünf-Millionen-Metropole an der Ostsee, dann beginnen die so genannten weißen Nächte. Zwei Sommermonate lang befinden sich Bewohner und Besucher der alten Zarenstadt dann in einer Art Ausnahmezustand.

Sankt-Petersburg wurde 1703 durch Peter I. den Großen gegründet. Es war ein sumpfiges Gebiet, das von alters her von Ostslawen und finnisch-ugrischen Völkern gemischt besiedelt wurde. Die Stadt gilt in Russland bis heute traditionell als “Fenster nach Europa”, ein Touristenmagnet und eine Metropole, die wieder in ihrem alten-neuen Glanz erstrahlt. Fußgängerzonen in der Innenstadt, viele Cafés, Kunst- und Baudenkmäler im klassizistischen, barocken, neugotischen oder Jugendbaustil auf einem engen Raum verleihen der Stadt ein unverwechselbares Flair; das einmalige Panoramabild vom Winterpalast, Peter-und-Paul-Festung und der Wassilij-Insel mit dem Newa-Fluss ist einer der schönsten architektonischen Bilder der Welt, die als Weltkulturerbe der UNESCO geschützt sind.

Die Stadtrundfahrt zeigt die schönsten Seiten von St. Petersburg: Die einmaligen Panoramabilder von der Newa und Architekturensembel in der Stadtmitte um das Newski-Prospekt, an der Schlossbrücke und auf der Wassilij-Insel. Die Peter-und-Paul-Festung und der Dom in ihrer Mitte mit dem goldenen Engel an der Spitze aber auch die ehemaligen Leuchttürme (die Rostren) an der Spitze der Wassilij-Insel bilden eine wichtige Dominante im ganzen Panoramabild.

In der Grabstätte der Familie im Dom erlangen die sterblichen Überreste der letzten regierenden Romanows endlich ihre Ruhe. Gegenüber der Festung ist ihre ehemalige Wohnstätte zu sehen– der Winterpalast bzw. die Eremitage– eine der größten Kunstsammlungen der Abendländischen Kunst der Welt neben dem Louvre, dem Prado und der National Gallery of Art in New York. Die Krönung des Tages bildet der Besuch des theatralischen Juwels der Stadt: Das Mariinski-Theater.

Nicht nur die Stadt sondern auch ihre Vororte, in denen die Landesresidenzen der Zaren zu finden sind, bieten einem kulturell interessierten Reisenden einen richtigen Augenschmauß: Bestehend aus den prunkvollen barocken oder auch strenger klassizistisch gehaltenen Palästen und Kleinoden in Puschkin (Zarendorf) mit Bernsteinzimmer im Katharinenpalast und Pawlowsk.

Auch das literarische Petersburg bietet eine breite Palette von Alexander Puschkin bis Fjodor Dostojewski: Ihre Helden haben diese Stadt bevölkert und sie mit ihren Tagträumen verzaubert. Wir laufen mit Bange die 735 Schritte von der Wohnung von Rodion Raskolnikow und die verhängnisvollen 13 Stufen bis zu der Wohnung der Pfandleiherin Aljona Iwanowna hoch hinauf und erleben dabei hautnah das Petersburg von Dostojewski.

Das Abendessen in einem Jazz-Klub mit einem Jazzkonzert darf dann die strapazierten Gäste besänftigen und ihre Nerven entspannen lassen.

Weiter auf der Liste stehen der Spaziergang auf dem Newa-Kai und die schönen Aussichten. Neben der Eremitage steht eine andere bedeutende Kunstsammlung, diesmal für die russische Kunst, im Programm– das Russische Museum, und auch die prächtigen Zarenkathedralen: Kasaner- und Isaakij-Kathedrale, sowie Alexander-Newski-Kloster mit dem Nekropol von bedeutenden Russen.

Der Ausflug nach Peterhof mit der Besichtigung des Schlosses und Parks ist natürlich ein Muss für jeden. Der goldene Samson schickt uns dann wieder in die Metropole zurück. Diese Reisestrapazen werden mit einem Besuch im Mariinski-Theater reichlich belohnt.

Sankt-Petersburg mit seinen zahlreichen Flüssen und Kanälen wird zu Recht „Venedig des Nordens“ genannt. Die Schiffsreise durch die Kanäle der Stadt erlaubt dem Betrachter eine ganz andere Blickperspektive zu entwickeln.

Die Kathedrale „Rettung auf dem Blut“, die an der Stelle errichtet wurde, an der Zar Alexander II. durch die Bombenwerfer ermordet wurde, zeigt in ganzer Pracht die Buntheit von Formen und Farben– das Leben siegt auch hier.

„Das siebte Weltwunder“ - die Petersburger U-Bahn gilt neben der Moskauer als eine der prächtigsten. Diese ganze Welt im Untergrund birgt die prächtigen Kathedralen der sowjetischen Monumentalkunst, die es sich lohnt, für sich zu entdecken.

 

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