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Serbien - Christliche Traditionen in den Ländern des Balkans

Serbien?…Ein unbekanntes Land mitten in Europa! Und doch, oder gerade darum, lohnt sich eine Reise in diese aufstrebende, fast unberührte Region. Die verschwenderische Vielfältigkeit wird Sie in Ihren Bann ziehen. Naturbelassene Wälder, Flüsse, Seen und Geysire. Selbst eine Wüste finden Sie dort und auch den einzigen Dschungel in Europa. Bekannte und weniger bekannte kunsthistorische Schätze, traditionelle Dörfer mit herzlichen Menschen und erstaunlich kosmopolitische Städten warten auf Sie. Das ganze Land wird Sie durch seine vielfältige Kultur, seine natürliche Schönheit der großartigen Landschaften und seine warmherzigen Menschen mit ihrer Gastfreundschaft überzeugen. Serbien erstreckt sich heute von der pannonischen Ebene bis zu den Ausläufern des Balkangebirges und des Sandžak. Die Donau fließt auf einer Länge von 588 km durch das Land und ist auch über weite Strecken eine natürliche Grenze zu den Nachbarn. Spektakulär ist der Donauverlauf am so genannten „Eisernen Tor“, einem kilometerlangen Gebirgsdurchbruch. Schon im Neolithikum siedelten hier Menschen, jedoch erst im römischen Imperium kam der Balkan zur politischen Geltung. So gibt es heute die bekannte "Straße der römischen Kaiser" an der, wie an einer Perlenschnur, zahlreiche interessante Ausgrabungen liegen und nicht zuletzt durch die berühmtesten Weinanbaugebiete führt. Für christliche Besucher bietet die Region viel Interessantes. Im 13. und 14. Jahrhundert entwickelten sich, im vorwiegend orthodoxen Kirchen- und Klosterbau, unterschiedliche Architekturstile, beginnend mit dem Račka-Stil über die mazedonische Schule bis zum Morava-Stil. Wer Serbien bereist, wird sich zudem wundern, welche bekannten Tüftler und Denker aus Serbien kamen, um nur einige der bekanntesten zu nennen, wie Nikola Tesla im Bereich der Elektrotechnik, Mihajlo Pupin im Bereich der Telekommunikation, Nobelpreisträger Ivo Andrić und schließlich Mileva Einstein-Maric, die als erste Frau überhaupt die, bis dahin männerdominierten Fächer Mathematik und Physik, studierte. Am Zusammenfluss von Donau und Sava thront auf mehreren Hügeln strategisch günstig die heutige Hauptstadt Belgrad, auch „weiße Stadt“ genannt. Besiedelt war dieser strategisch günstige Platz zwar schon seit alters her, jedoch stammen die heutigen Gebäude fast ausschließlich aus der jüngeren Zeit und so trifft man heute die Bewohner in einer sehr weltoffenen und modernen Stadt an. Groß angelegte Prachtboulevards mit prächtigen Hochhäusern und Glasfassaden lassen die kommende Metropole des Balkans erahnen. Novi Sad, für die meisten Besucher ein Begriff, liegt ebenfalls an der Donau. Die Region zählt zu den fruchtbarsten des Landes und so hat sich diese Stadt mit ihrem ländlichen Charme, doch an die zweite Stelle katapultiert. Kulinarische Schmankerln, wie der berühmte Sljivovica (Pflaumenkognak), das Cevapcici (ähnlich dem türkischen Kebab), das Pecenje ispo saca (traditionell geröstetes Fleisch) und der Prsuta (geräucherter Schinken) verwöhnen Sie ganz selbstverständlich und zaubern unvergessliche Erlebnisse.

Добродошли!

Herzlich willkommen in Serbien!

1. Tag: Anreise
Linienflug mit der Lufthansa von München nach Belgrad, der größten Stadt, mit ca. 1,6 Millionen Einwohnern, und der Hauptstadt der Republik Serbien. Die Metropole liegt direkt an der Mündung der Sava in die Donau und ist eine der ältesten Städte Europas und von alters her ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Sie beginnen schon heute mit den ersten Erkundungen in der „weißen Stadt“. Dabei werden Sie die Patriarchenkirche besuchen und auch das, der Kirche angegliederte, Museum. Mit der Festung Kalamegdan, auf deren Grund schon im 3. Jh. eine keltische Befestigungsanlage stand, geht es dann weiter zum Platz der Republik und der Knjaz-Mihajlova Straße (die Flaniermeile Belgrads), vorbei am Parlament und schließlich zur Kirche des Hl. Sava, wo Sie auch eine Innenbesichtigung erleben werden. Fahrt zum Hotel und Zimmerbezug. Abendessen und Übernachtung in Belgrad.

2. Tag: Morava-Klöster im Erzgebirge (310 km)
Nach dem Frühstück fahren Sie heute in die Homolje-Berge zum Kloster Manasija, zwischen 1407 und 1418 erbaut und Grablege des serbischen Despoten Stefan Lazarević. Dieses Kloster war im frühen 15. Jahrhundert ein Zentrum des Humanismus und ein überregional bedeutendes Zentrum der Literatur. Weiter geht es zum Kloster Ravanica, am Fuße des serbischen Erzgebirges, in der Nähe des Dorfes Senje bei Ćuprija. Ravanica wurde zwischen 1375 und 1377, als Stiftung des Fürsten Lazar Hrebeljanović, der 1389 in der Schlacht auf dem Amselfeld ums Leben kam, erbaut. Im Stil der Morava-Schule erinnert die Klosteranlage von außen eher an eine Festung. Es folgt das Kloster Ljubostinja bei Trstenik in Serbien, welches zur Gruppe der Kirchen im serbisch-byzantinischen Stil der Morava-Schule gehört. Ljubostinja bedeutet „die Liebe für das Leben in der Wüste“. Dieses Kloster wurde 1388 von Fürst Lazar Hrebeljanović kurz vor der Schlacht auf dem Amselfeld gegründet. Während der Schlacht wurde der Fürst getötet und seine Gemahlin Milica trat als Ordensschwester in das Kloster Ljubostinja mit den Witwen der getöteten Soldaten ein. Sie verbrachte ihre letzten Lebensjahre im Kloster, wo sich auch ihr Grab befindet. Auch das Kloster Kalenić südlich von Kragujevac wird besucht, welches zur Zeit des Despoten Stefan Lazarević (1404-1427) vom Kämmerer Bogdan errichtet wurde. Abendessen und Übernachtung in Kraljevo.

3. Tag: Die Sumadija (110 km)
Heute werden wieder mehrere Klöster und eine der ältesten Kirchen Serbiens besucht. Nach dem Frühstück geht es zuerst zum Kloster Žiča, welches sich nahe Kraljevo, am Ausgang der Schlucht des Flusses Ibar befindet. Dieses Kloster Žiča wurde 1208 von Stefan Nemanjić, dem „Erstgekrönten“, auf Initiative des Heiligen Sava von Serbien gegründet. Danach führt das heutige Programm zum bekannten Thermalbad Matarushka Banja, wo Sie etwas Zeit für ein Bad im heilenden Nass, das gegen rheumatische und dermatologische Krankheiten sehr gut ist. haben. Im Anschluss geht es in westlicher Richtung zum Kloster Studenica. Dieses im Jahre 1183 von König Stefan Nemanja gegründete, Kloster, in welchem er auch begraben wurde, wird als die Wiege des serbischen Königreiches angesehen. Im Jahre 1986 wurde das mittelalterliche Kloster zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Es folgt die Petrova crkva (Peterskirche), welche in Südwestserbien, zwei Kilometer nördlich von Novi Pazar liegt und die älteste Kirche in Serbien ist. Sie wurde im 9. Jahrhundert erbaut, als die Serben das Christentum annahmen. 1979 ist die Kirche in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Novi Pazar ist eine Stadt welche laut inoffiziellen Angaben heute mehr als 120.000 Einwohner zählt. Abendessen und Übernachtung in Novi Pazar.

4. Tag: Raszien & Sandzak (130km)
Wenn man sich im südwestlichen Bezirk Raška befindet, dann sollte man den Tag mit den bedeutenden Klöster der Raška verbringen. Zuerst widmen Sie Ihre Aufmerksamkeit dem, bei Novi Pazar gelegenen, Kloster Đurđevi Stupovi. Der Bau dieses von Stefan Nemanja in Auftrag gegebenen, Klosters, welches dem heiligen Georg geweiht ist, begann höchstwahr-scheinlich 1167. Es wurde laut einer Inschrift, die am Westportal gefunden wurde, 1170/71 fertig gestellt. Dieses Kloster zählt seit 1979 auch zum Weltkulturerbe der UNESCO. Unweit von Đurđevi Stupovi, in westlicher Richtung weiterfahrend, erreichen Sie dann das Kloster Sopoćani. Dieses Kloster wurde als Stiftung von König Stefan Uroš I im Jahre 1265 erbaut. Der marmorne Steinsarg über der Grabstelle Königs Uroš I., im südlichen Teil der Kirche, ist noch erhalten. Die Fresken und die Ikonen im Inneren von Sopoćani zählen zu den schönsten serbischen mittelalterlichen Malereien. Auch dieses Kloster wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im Anschluss erfolgt noch der Besuch des Klosters Mileševa im südwestserbischen Gebirgs-land (Sandschak), etwa 5 km östlich von Prijepolje. Das Kloster wurde vom serbischen König Stefan Vladislav in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. In der Kirche des Klosters befindet sich heute seine Grabstätte und eine der bedeutendsten Fresken Serbiens: Der "Weiße Engel" (Beli Anđeo), sowie als Reliquie die linke Hand des Heiligen Sava. Abendessen und Übernachtung in einem nahe gelegenen Hotel mit Thermalbad zwischen Prijepolje und Priboj.

5. Tag: Zlatibor NP & Eisenbahn (250 km)
Heute steht Ihnen eine lange aber einmalige Fahrt durch wildschöne Landschaften bevor. Es geht Richtung National-park und Gebirge Zlatibor über den Schargan–Pass und das angrenzende Tara-Gebirge, über Mokra Gora, wobei Sie Gelegenheit haben werden, einen Teil der Strecke durch die malerische Landschaft des NP mit der Schmalspur-Eisenbahn “Šarganska osmica” (Schargan, wegen den zahlreichen Kurven die Achter genannt) zu genießen. Zum Endziel der heutigen Reise - zur Kleinstadt Aranđelovac führt Sie der Weg über Sevojno, Požega, Čačak, Gornji Milanovac und Lazarevac. Nahe der Stadt gibt es seit 1846 einen beliebten Kurort namens Bukovička Banja. Seine jodhaltige Naturquelle steht in einem offenen Schwimmbad allen Gästen, die es mögen, zur Verfügung. Aranđelovac befindet sich inmitten der bekannten waldreichen Schumadija Region, welche reich an Naturschätzen ist, wie z.B. 4 Quellen von kaltem Urwasser und 2 Thermalquellen, und Mineralwasserquellen, wie die von "Knjaz Miloš", welches nach dem Fürsten Miloš Obrenović benannt wurde und heute der führende Getränkehersteller Serbiens ist. Abendessen und Übernachtung in Aranđelovac.

6. Tag: „Die Straße der römischen Kaiser“ (270 km)
Heute starten Sie den Tag in der 10 km entfernten Kleinstadt Topola. Topola ist für die Geschichte Serbiens von großer Bedeutung, weil es zwischen 1804 und 1813 die Hauptstadt des aufständischen Serbiens war. Zur Zeit des ersten serbischen Aufstandes gegen die Osmanen, war die Stadt der Sitz von Karađorđes. Er organisierte diesen ersten Aufstand (1811-1813) von hier aus. Sie beginnen Ihren Rundgang auf dem Berg Oplenac. Hier sehen Sie zuerst das monumentale, aus weisem Marmor, in den Jahren 1910-1930 erbaute, Mausoleum der Königsdynastie Karađorđević. Weiter geht es mit der, dem Heiligen Georg geweihte, Kirche. Im Anschluss beginnt die längere Fahrt in Richtung Ost-Serbien bis zur, unmittelbar an der Donau gelegenen, Kleinstadt Kladovo, in deren Umgebung sich auch eines der größten Wasserkraftwerke Europas namens Đerdap befindet. Die reizvolle Stadt erstreckt sich über 3 Kilometer entlang der Donau und lädt zum Spazieren ein. Zur Zeit des römischen Reiches hieß die Stadt Zanes. Danach haben Slawen die Stadt Novi Grad genannt. Die Osmanen bauten an der heutigen Stelle der Stadt die Festung Fetislam. Das erste Mal erschien die Stadt mit ihrem heutigen Namen Kladovo in österreich-ungarischen Karten 1596. Die archäologischen Stätten in der Nähe sind Reste der Anlagen des römischen Kaisers Trajan, auf der bekannten „Straße der römischen Kaiser“. Sie besuchen das Kladovo Museum und das Haus von Vuk Stefanović Karadžić, einem serbischen Linguisten und Reformer der serbischen Sprache. Abendessen und Übernachtung in Kladovo.

7. Tag: Eisernes Tor (175 km)
Nach dem Frühstück geht es aufwärts an der Donau entlang, zuerst zum „Eisernen Tor“- und zum Wasserkraftwerk Đerdap. Je nach Zeitplan haben Sie hier die Möglichkeit für eine Bootsfahrt. Es folgt der Besuch von Lepenski Vir - einer mittel- und jungsteinzeitlichen archäologischen Fundstätte auf dem Gebiet der serbischen Gemeinde Majdanpek. Erste Siedlungsspuren beginnen etwa 7000 v. Chr., ihren Höhepunkt erreichte die Siedlungstätigkeit etwa 5300 v. Chr. bis 4800 v. Chr. Ihr nächstes Ziel ist die Stadt Požarevac übersetzt "Feuerstadt". Diese Stadt wird das erste Mal im Jahr 1476 erwähnt und wurde bekannt durch den Frieden von Passarowitz, der 1718 in Požarevac zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich unterzeichnet wird. Sie ist auch als Geburtsort von Slobodan Milošević (20. August 1941) bekannt. Mitte des 19. Jahrhunderts - in der Zeit der serbischen Emanzipation - erlebte die Stadt ihre Blütezeit, viele der Bauwerke wurden von dem Prinzen Miloš Obrenović in Auftrag gegeben. Abendessen und Übernachtung in Požarevac.

8. Tag: Die Vojvodina – Kornkammer des Balkans (50 km)
Nach dem Frühstück beginnen Sie mit einem Besichtigungsrundgang in Požarevac. Zu den Sehenswürdigkeiten (meist aus dem 19 Jh.) von Požarevac zählen: Die Kirche, der Palast, der Marktplatz, das Nationalmuseum, die Nationalbibliothek, die Gemäldegalerie von Milena Pavlovic-Barili (eine angesehene, surrealistische Künstlerin und Poetin), das Monument von Miloš Obrenović im zentralen Park und in der näheren Umgebung der Etno-Park Tulba (Freiluft-Museum). Nach einer kurzen Fahrt erreichen Sie die Kleinstadt Kostolac, und das antike Viminatium, der römischen Hauptstadt der Provinz Moesia. Hier befand sich das Hauptquartier der römischen Legio VII Claudia. Im ehemaligen Stadtgebiet befindet sich auch das Mausoleum des römischen Kaisers Caius Valens Hostilianus Messius Quintus, kurz Hostilian. Das Endziel der heutigen Reise ist die Stadt Smederevo. Die zurzeit älteste bekannte Erwähnung Smederevos ist aus dem Jahr 1019, in einer Urkunde des byzantinischen Kaisers Basileios II. Darin wird Smederevo als ein Bistum des Erzbistums Ohrid genannt. Die Stadt gehörte in den folgenden Jahrhunderten zu Byzanz, Bulgarien und anschließend zu Serbien. Als 1427 der serbische Despot Đurađ Branković die damalige Hauptstadt Belgrad an Ungarn zurückgeben musste (gemäß dem Abkommen von Tatra, in dem Ungarn die Nachfolge Branković' bestätigte; im Gegenzug sollte Belgrad an die ungarische Krone zurückfallen), verlegte er seine Hauptstadt nach Smederevo, das er in den folgenden Jahrzehnten zur größten befestigten Stadt Serbiens erbauen ließ. Bis 1430 wurde die innere Festung, auch „kleine Stadt“ genannt, erbaut, weswegen das Jahr 1430 auch als das offizielle Gründungsdatum Smederevos gilt. 1439 wurde Smederevo nach einer dreimonatigen Belagerung erstmals von den Osmanen erobert. 1444 mussten sich die Osmanen allerdings zurückziehen, und Branković trieb den Befestigungsbau weiter voran. Die äußere Festung, auch „große Stadt“ genannt, wurde ausgebaut. 1453 und 1456 konnten zwei osmanische Belagerungen überstanden werden. 1854 wurde die serbisch-orthodoxe Stadtkathedrale Hl. Großmärtyrer Georg nach vier Jahren Bauzeit fertig gestellt. Abendessen und Übernachtung in Smederevo.

9. Tag: Das Gebirge von Fruska Gora ( 155 km )
Nach dem Frühstück führt Ihr Weg über Belgrad in nordwestlicher Richtung über Novi Sad zum bekannten NP Fruška Gora, welcher mit seinen zahlreichen mittelalterlichen Klöstern als einer der drei heiligen Berge der christlich-orthodoxen Kirche gilt. Mit ihren Fresken und Bibliotheken zählen die 17 Klöster der Fruška Gora zu den bedeutendsten in Europa. Ihr erster Besuch gilt den historisch wertvollsten Wandmalereien des Krušedol-Klosters. Das Kloster wurde im Jahre 1514 fertig gestellt und galt als Stiftung des Bischofs Maksim Branković und seiner Mutter Angelina. Als Milan I. Obrenović König von Serbien am 11. Februar 1901 an den Folgen einer Lungenentzündung in Wien starb, wurde sein Leichnam nach Serbien überführt und in Krušedol bei Ilig bestattet. Weiter geht es mit dem Kloster Velika Remeta, es ist dem Heiligen Demetrius gewidmet. Zum ersten Mal wird es 1562 schriftlich erwähnt. Es gibt aber auch eine ältere Aufzeichnung aus dem Jahre1509, in der ein Abgesandter der Despotin Angelina in dieses Kloster kam. Die Thronikonen sind ein Werk der russischen Hofmaler Leontie Stefanov, Joan Maksimov und Spiridon Grigorev. Im Anschluss besuchen Sie noch das Kloster Novo Hopovo, es ist aufgrund seiner religiösen und politischen Rolle und reicher Geschichte, eines der bedeutendsten Klöster in Serbien. In den Schriften der heiligen Mutter Angelina wird der heilige Maksim als Stifter dieses Klosters in der Zeit von 1496-1502 angeführt. Als größter Klosterschatz werden die Gebeine des Heiligen Theodor Thyron betrachtet, welche im Sarg in der Klosterkirche aufbewahrt werden. Dazu zählt auch die Freske des heiligen Theodor Thyron im Naos des Klosters Novo Hopovo. Am Nachmittag besuchen Sie dann die Stadt Sremski Karlovci in der autonomen Provinz Vojvodina in Serbien. Sie befindet sich in der historischen Region Syrmien und zählt etwa 9000 Einwohner. In der barocken Altstadt besuchen Sie die serbisch-orthodoxe „Untere Kirche“ aus dem Jahr 1718 und die „Obere Kirche“ aus dem Jahr 1745, die Domkirche erbaut im 18 Jh., die römisch-katholische Kirche aus dem Jahr 1765, den Brunnen “Die vier Löwen”, das Magistratsgebäude von 1811, die “Kapelle des Friedens” im Andenken an den Kongress von Karlowitz 1817 erbaut, das Stadtmuseum (Haus der Rajačić), das orthodoxe Gymnasium aus dem Jahr 1891, das Patriarchat - Sitz des serbisch-orthodoxen Erzbischofs seit 1894, das orthodoxe Klosterinternat aus dem Jahr 1901, den Palast Stefaneum von 1903 und vieles mehr! Nachdem die Türken die Region verließen siedelten sich Serben an. In dieser Zeit wurde das Kloster in Backo Petrovo Selo zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Es befindet sich auf der linken Uferseite des Flusses Cik. In diesen Schriften wird eine Sage aus 1711 beschrieben, laut welcher, kurz vor der Feier Maria Himmelfahrt, ein Hirte namens Milivoj, dessen Schaafherde in der Nähe weidete. Dabei soll ihm die Mutter Gottes erschienen sein, welche ihn mit den Worten „mein Sohn“ ansprach. Sie sagte ihm, dass dort wo er stand, ein heilsames Wasser entspringen würde, mit welchem er seine Augen waschen sollte, was der Hirte Milivoj auch tat und die Heilung seiner erkrankten Augen fand. Abendessen und Übernachtung in Novi Sad.

10. Tag: Das Herz Serbiens – Novi Sad (10 km)
Nach dem Frühstück Besichtigung von Novi Sad, welche die Hauptstadt der nördlichen serbischen Provinz Vojvodina und das administrative Zentrum des Okrugs Južna Bačka ist. Die Universitätsstadt besteht aus den Stadtteilen Novi Sad, nördlich der Donau und Petrovaradin, am Fuße der gleichnamigen Festung, südlich der Donau. Auch diese Stadt kann über eine turbulente und reiche Geschichte berichten, welche im Spätmittelalter im dicht besiedelten Komitat des Königreichs Ungarn, durch den Bau des Zisterzienserklosters Belefons als so genannter kirchlicher Ort begann. 1526 wurde der Ort von den Osmanen erobert. Die 150-jährige Herrschaft der Osmanen endete als, nach dem Sieg der Österreicher gegen die Osmanen 1697 unter Prinz Eugen bei Zenta und dem anschließenden Friedensvertrag von Karlowitz 1699, das Osmanische Reich u.a. die Batschka an Österreich abtreten musste. Später, am 1. Januar 1748, verlieh Kaiserin Maria Theresia der Stadt die Rechte einer freien Kaiserstadt und nannte sie Neoplanta. Die Stadtbesichtigungstour beginnt mit einer kurzen Stadtrundfahrt zur Orientierung. Per Pedes geht es dann zur Festung von Petrovaradin. Seit 1945 ist sie ein Ortsteil der Stadt und durch die Varadin-Brücke mit ihr verbunden. Die war die größte Festung Europas im 17. Jahrhundert. Gleichzeitig war sie die wichtigste Festung Österreich-Ungarns auf dem Balkan und wurde nach Plänen des bekannten französischen Architekten Sébastien Le Prêtre de Vauban zwischen 1692 und 1780 erbaut. Sie erstreckt sich über ein Gebiet von 112 ha, darunter ein einzigartiges System an unterirdischen Gängen unter der Festung mit einer Länge von 16 km. Außerdem ist sie mit 5 Pforten, 12.000 Schießscharten und Orten für 400 Feldkanonen ausgestattet. Sie gilt als Wahrzeichen Petrovaradins. Seit dem Jahr 2001 findet in der Festung jeden Jahr im Juli eines der größten Musikfestivals Südosteuropas, das „Exit“, statt. Es folgt der Besuch der Marienkirche-Schnee Tekija, an deren Stelle zuerst eine Kirche des Zisterziten-Ordens stand, welche die Türken 1526 zerstörten und auf dem Platz eine Moschee aus Holz mit einem Minarett und einer kleinen Tekija mit zwei Derwischen bauten. Deswegen bekam sie den Beinamen Tekija (auf Arabisch: Raststätte). Nach dem Karlovac-Frieden errichtete der Jesuiten-Orden dann eine Kapelle für die Jungfrau Maria, welche Mitte des 18.Jh. einen hölzernen Kirchenturm und drei kleinere Altare bekam. Die heutige Kirche im gotischen Stil, mit zwei Kirchtürmen und jeweils drei Glocken, wurde 1881 nach Plänen des Architekten Herman Bole aus Zagreb erbaut. Das besondere an dieser Kapelle sind die Altäre in orthodoxer, katholischer und protestantischer Ausstattung und dem Halbmond neben dem Kreuz, ein Zeichen dass diese Gebetstätte allen Religionen offen steht. Der Halbmond befindet sich übrigens unter dem Kreuz, als Symbol des Sieges des Christentums über den Islam im August 1716. Abschiedsabendessen und Übernachtung in Novi Sad.

11. Tag Heimreise
Am Morgen heißt es dann langsam Abschied nehmen. Fahrt zum Flughafen von Belgrad und Hilfe bei den Ausreiseformalitäten. Heimflug nach Deutschland.

Auf ein Wiedersehen in dieser beeindruckenden Region.

© via cultus, Änderungen vorbehalten

Leistungen:

Reisepreis:
€ 1 395,00 /pro Person im DZ ab 15 Vollzahlern
Einzelzimmerzuschlag € 180.00


Preise gelten vorbehaltlich Verfügbarkeit!


Reisezeit:
18.05. – 28.05.2012


Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen


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