Bulgarien – Politische Studienreise
„Als der liebe Gott die Erde an die Menschen verteilte, kamen die Bulgaren zu spät und es blieb nichts mehr für sie übrig. Dem lieben Gott taten sie nun leid, er nahm eine Schere und schnitt ein Stückchen vom Paradies ab. So kam es, dass Bulgarien ein paradiesisches Vorgärtchen wurde“, so erzählt es zumindest die Legende. Ein Land, dem die Natur alles gegeben hat. Hohe Berge zum Klettern, Wandern und Skifahren. Grüne Täler und dichte Wälder wo es heute noch vereinzelt Wölfe, Bären und Luchse gibt. Flüsse, in deren Delta seltene Vögel nisten. Fruchtbares Hügelland, die einstige Kornkammer der Griechen. Wiesen, die lila, rot und gelb leuchten. Obstbäume soweit das Auge reicht, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche. Täler, duftend, gefüllt mit Rosen in allen Farben. Basis für Essenzen, Likör, Parfüm. Und dann das Meer, das die Griechen „das Ungastliche „ nannten, blaugrün schimmernd bei Sonnenlicht, etwas kühl, nie ganz glatt, einladend mit herrlichen goldenen Stränden. Bereits die Thraker, nach ihnen die Griechen und Römer besiedelten die Küstenregionen, die ersten vorgeschichtlichen Siedlungen bei Stara Sagora werden auf ca. 8 000 a.C. datiert.
Ein Land, geprägt von der Vielfalt der Völker die durchzogen und geprägt von der orthodoxen Kirche mit den prächtigen Klöstern, den Ikonenmalereien aber auch z.B. von der Banja-Baschi-Moschee des Sinan, Hofarchitekt Suleiman des Prächtigen. Ein Spaziergang durch Geschichte und Mythen, auch Orpheus soll aus Bulgarien stammen.
1. Tag: Anreise
Flug von Deutschland nach Sofia. Begrüßung durch den bulgarischen Reiseleiter und Transfer zum Hotel. Wir organisieren den Transfer zum Hotel so, dass man durch ein Roma-Viertel fährt. So werden die Gäste schon bei der Ankunft einen Eindruck von der Atmosphäre in einem Roma-Viertel erhalten. Hotelbezug, Abendessen und Übernachtung.
2. Tag: Sofia und Umgebung
Nach dem Frühstück erkunden Sie während einer ausführlichen Stadtrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sofia. Sie besichtigen u.a. die Alexander Nevski Kathedrale und deren Krypta mit einer wertvollen Ikonensammlung 9 –19 Jhd., die Rotunde Hl. Georgi (4 Jhd.), die frühchristliche Basilika Hl. Sofia aus dem 6 Jhd., die Thermalquellen im Stadtzentrum, die römischen Ausgrabungen, (eventuell noch die ausgegrabenen römischen Überreste infolge des Aufbaus der Metro-Stationen in Sofia), die Moschee, Synagoge und einiges mehr. Zeit für ein individuelles Mittagessen. Am Nachmittag besuchen Sie das neu eröffnete Museum der sozialistischen Kunst, das sich mit vielen Symbolen des Sozialismus aus der jüngeren Vergangenheit Bulgariens beschäftigt.
(Auf Wunsch der Gruppe organisieren wir den Transfer zum Museum mit der historischen Straßenbahn aus dieser Zeit.) Abendessen und Übernachtung.
3. Tag: Sofia – Treffen und Diskussionen
Nach dem Frühstück Besichtigung des National-Historischen Museums. Das Museum stellt eine der reichsten Sammlungen aus verschiedenen Epochen und Zivilisationen aus – thrakische Goldschätze, Keramik, Ikonen, Kopien von Handschriften, epikgraphische Inschriften u.v.m. In einem der Säle organisieren wir für die Gruppe eine eindrucksvolle a-capella-Vorführung der Männergesanggruppe für orthodoxes Singen. Anschließend Treffen und Diskussion mit Herrn Prof. Bozhidar Dimitroff (nach Verfügbarkeit; der Historiker und Ex-Minister steht für einen Austausch und eine Gesprächsrunde zur Verfügung. Falls sein Terminplan solch ein Treffen nicht erlaubt, werden wir einen Politiker für das Treffen mit der Gruppe einladen. Nach der Diskussion ist Zeit für eine individuelle Mittagspause. Am Nachmittag Treffen mit den Vertretern der Stiftung für Entwicklung der Tschitalischte (Lesehaus) in Bulgarien. In Ergänzung zu den Gesprächen und Diskussionen planen wir ein Besuch in einem Tschitalischte im Dorf Bistrica bei Sofia. Dort wird die Gruppe vor Ort mit der Tätigkeit dieser typisch bulgarischen Form für Ausbildung und Aufklärung bekannt gemacht werden. Abendessen und Übernachtung in Sofia.
4. Tag: Sofia - Plovdiv
Nach dem Frühstück Abfahrt nach Plovdiv. Rundgang durch die Altstadt, wo in hübschen Gärten bemerkenswerte Bürgerhäuser aus dem 18. und 19. Jhd. die eigenartige Atmosphäre der bulgarischen Wiedergeburtszeiten bewahrt haben und wertvolle Sammlungen beherbergen. Hier besuchen Sie auch das ungewöhnlich gut erhaltene antike Amphitheater, fast im Zentrum der Stadt gelegen. Am Vormittag steht ein Treffen in der Synagoge mit Herrn Albert Behar auf dem Programm. Als Gäste wird (oder werden) eventuell Zeitzeugen des Holocaust eingeladen (dies wird kurz vor der Ankunft der Gruppe definitiv festgelegt, je nach Terminplan und Gesundheitszustand der Damen und Herren). Nach der Mittagspause planen wir einen Besuch entweder in der Universität von Plovdiv für einen Vortrag / eine Diskussion, z.B. zu diesen Themen: Stadtentwicklung / Gentechnik, Ökologie (vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Department of Ecology and Nature Conservation der Universität Plovdiv, falls dort jemand Deutsch spricht) oder ein Gespräch mit Journalisten oder Schriftstellern vor Ort. Die Umgebung von Plovdiv ist für ein bekanntes Weinanbaugebiet. Sie besuchen am Nachmittag die Kellerei von TODOROFF. Die Kellerei produziert qualitativ hochwertige Rotweine – da darf eine Probe nach dem Rundgang natürlich nicht fehlen. Rückfahrt nach Plovdiv. Abendessen und Übernachtung in Plovdiv.
5. Tag: Plovdiv - Velingrad – Avramovo – Sofia
Nach dem Frühstück Abfahrt nach Velingrad. In dieser Region (den Rhodopen) findet sich eine Mischung verschiedener Ethnien - Bulgaren, bulgarische Türken, Pomaken…. Hier wäre es interessant mit Vertretern der örtlichen Behörden und Gemeinden zu sprechen (gerne versuchen wir hier Termine zu arrangieren). Individuelle Mittagspause. In dieser Region ist die Schmalspurbahn ein wichtiges Transportmittel. Die Fahrt mit dem Zug durch prächtige Landschaften, Schluchten, Tunnel und Brücken ist ein echtes Erlebnis. Die Station Avramovo ist die höchstgelegene Station des Balkans (1.267m ü.M.). Während einer ca. 1,5-stündigen Fahrt erleben Sie nicht nur die schöne Landschaft, sondern nehmen auch an einem Stück Alltagsleben der Menschen teil, die diesen Zug natürlich auch benutzen. Der Bus wartet an der Avramovo-Station auf die Gruppe. Die Rückfahrt nach Sofia erfolgt über den Jundola-Pass. Abendessen und Übernachtung.
6. Tag: Sofia
Treffen mit Vertretern der Organisation der Juden in Bulgarien „Shalom“ und Diskussion über die Rolle Bulgariens im Holocaust, sowie über aktuelle Probleme und Herausforderungen der jüdischen Bevölkerung. Wir planen auch die Besichtigung des Hauses von Dimiter Peschev (er war ein bürgerlich-nationaler bulgarischer Politiker und setzte sich während des 2. Weltkrieges aktiv für die bulgarischen Juden ein) entweder in Sofia oder in Kjustendil (traditionell versammelt sich im März die jüdische Gemeinschaft im Sofioter Haus von Dimiter Peschev, um ihm zu gedenken. Falls wir das Haus in Kjustendil besuchen, wird es am 6. Tag nach der Besichtigung des Rila-Klosters in das Programm eingebaut). Individuelle Mittagspause. Am frühen Nachmittag ist ein Treffen mit der Stiftung „Partner-Bulgarien“ oder mit der Stiftung „Liberaler Intergration“ geplant. Nach dem Treffen / Diskussionen steht der Nachmittag zur freien Verfügung. Am Abend erwartet Sie ein Abschiedsabendessen mit Folklore. Abendessen und Übernachtung.
7. Tag: Heimflug
Frühstück. Freizeit am Vormittag für eigene Erkundungen / Souvenirkäufe etc. In der Mittagszeit erfolgt der Transfer zum Flughafen, Hilfe bei den Ausreiseformalitäten und Heimflug nach Deutschland.
© via cultus, Änderungen vorbehalten
Leistungen:
- Flug von Deutschland nach Sofia und zurück in der Economy Class inkl. Flughafentax und Sicherheitsgebühr (z.Zt. ca. 120 € / Stand: 12/2011)
- 6 Übernachtungen in Hotels der guten Mittelklasse (3-4*), alle Zimmer mit eigenem Bad oder Dusche/WC, Sat-oder Kabel-TV, Telefon sowie z.T. Minibar und Safe
- 1x Abschiedsabendessen mit Folklore
- 1x Weinverkostung in der Weinkellerei von TODOROFF
- 1x Vorführung eines Männerchores für die Gruppe
- alle Besuche und politischen Treffen mit den Vertretern lt. Reiseverlauf
- Qualifizierte, deutschsprachige Reiseleitung für die Dauer der Reise
- Alle Transfers und Ausflüge im modernen Reisebus (der Gruppengröße entsprechend)
- Nationale und lokale Steuern (ausg. unplanmäßige Erhöhungen für 2012 und dem Veranstalter bei Vertragsabschluss noch nicht bekannten Zusatzsteuern)
Nicht im Reisepreis enthalten / Optional:
- Halbpension – pro Person 80 €
- Eintrittsgelder pro Person 25 €
- Persönliche Ausgaben
- Mittagessen
- Fakultative Ausflüge
- Trinkgelder
- Reiserücktrittsversicherung Basisschutz (mit 20 % Selbstbehalt) im Rahmen einer Gruppenversicherung zu 2,2 % des Reisepreises
- Reiseabbruch- und –krankenversicherung
- Rail & Fly-Ticket 2. Klasse für die An- und Abreise nach Düsseldorf mit der Deutschen Bahn – Preis pro Person für Hin- und Rückfahrt 50 €
Reisepreis:
auf Anfrage
Preise gelten vorbehaltlich Verfügbarkeit!
Reisezeit:
08.09. – 14.09.2012
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen




