Kulturhauptstadt
Istanbul 2010
Erde Luft
Wasser
Feuer
Die Elemente-Lehre des Aristoteles legt die
Dramaturgie für Istanbul als Europäische Kulturhauptstadt 2010 fest.
Diese legendäre Stadt war Hauptstadt dreier
Imperien, Schnittpunkt dreier monotheistischer Religionen, eine Stadt
die verbindet.
Symbolisiert durch die zwei Säulen einer architektonischen Meisterleistung, eine den Bosporus kühn überspannenden Brückenkonstruktion. Standbein einer gemeinsamen Stadt auf zwei Kontinenten. Mit jedem Atemzug spürt man das Meer, den Fisch, den Asphalt, die Sonne, die Vergangenheit und die Zukunft, eine wundervolle Stadt. Manchmal nah am Kollaps, doch gebaut für die Ewigkeit, präsentiert sie sich den Besuchern. Tauchen Sie ein und es lüftet sich ein fast dreitausendjähriger Schleier. Es verschwindet das Menschengewimmel, der Geruch und der Lärm der tobenden Megacity. Es bleibt das Byzanz der Hellenen, das Konstantinopel der Römer und das Stambul der Osmanen, versteckt in den Gassen, bewahrt in den prunkvollen Palästen und stillen Gotteshäusern. Hier beginnt das Märchen aus 1001 Nacht.
Wir haben Ihnen eine
Reise durch die Zeitzonen dieser Stadt zusammengestellt, die sich an das
Thema der Bewerbung - die vier Elemente Erde Luft Wasser Feuer nach
Aristoteles – anlehnt.
1.
Tag Anreise
Flug von Deutschland nach Istanbul. Transfer in das Hotel und
Begrüssungscocktail durch Ihre Reiseleitung. Abendessen und Übernachtung
im Hotel.
Element ERDE
Das Element Erde verbindet nicht nur die Kontinente Asien und Europa, es
führt kulturell vom Okzident zum Orient. Zeigt die Historie dieses
Erdflecken von der Gründung durch Byzanz über die Eroberer aus Persien,
Germanien, Griechenland, Rom und schließlich den zentralasiatischen
Steppen. Alle hinterließen ihre Spuren in dieser geschichtsträchtigen
Metropole. Jahrhunderte alte Traditionen, Sitten, Gebräuche, Geschichten
und Märchen verschaffen der Millionenstadt noch heute die notwendige
Erdung. Dem Reisenden gelingt es trotz der grosstädtischen Hektik, Ruhe
und Besinnung in diesen altehrwürdigen Mauern und den pittoresken Gassen
zu erspüren von Stein zu Stein, Bauwerk zu Bauwerk…….
2. Tag Erdung
Gleich am Morgen führt Ihr Weg zu den gewaltigen Theodosianischen
Landmauern. Geschickt schützt die 20 km lange und exzellent durchdachte
Befestigungsanlage die Landzunge vom Goldenen Horn bis zum Marmarameer.
Das Bauwerk, soweit noch erhalten, besteht aus insgesamt drei parallel
laufenden Mauern mit einem 20 m breiten, vorliegenden Wassergraben, der
in der Neuzeit ohne Wasser auskommen muss. Die jeweils vordere Mauer ist
niedriger angelegt damit ein Beschuss von der dahinterliegenden Mauer
gewährleistet war. So hatte sie 1453 der Osmanische Eroberer Mehmet
auch nach siebenwöchiger Belagerung nur durch Verrat überwinden
können. Den Beginn markiert der
am Goldenen Horn stehende
Porphyrogennetos-Palast oder
Tekfur-Palast (Palast
des Kaisers). Es handelt sich um die Überreste eines
byzantinischen Palastes aus dem 13. Jh, der zum kaiserlichen
Palastviertel um den
Blachernen-Palast gehörte. Das Ende der Mauer bildet die „Burg der
Sieben Türme“, das Yedikule.
Die Anlage ist teils byzantinischen, teils osmanischen Ursprungs.
Ihre Türme sind untereinander durch dicke Mauern verbunden. Den Osmanen
diente sie als Kerker, Schatzkammer und Hinrichtungsstätte. Nach diesem
Abstecher zum äußeren Rand der byzantinischen Metropole, geht es jetzt
zum Herzen der osmanischen Stadt, zum Topkapı Sarayı, den alten Palast
der Sultane mitsamt seiner Schatzkammer, mit dem Mantel des Propheten
und natürlich dem (von Europäern) viel besungenen Harem. Genießen Sie
den Spaziergang durch die beeindruckende Anlage mit ihren zauberhaften
Gärten, den Kiosken und natürlich den traumhaften Ausblick auf den
Bosporus. Auf dem Gelände des Palastes liegt auch das Archäologische
Museum mit beeindruckenden Sammlungen zur Frühgeschichte und Antike, mit
Fayencen und dem angeblichen Sarg Alexanders des Großen. Der Weg vom
Palastgelände führt direkt auf das Hippodrom, der Pferderennbahn des
alten Konstantinopel. Am nördlichen Ende des Platzes befindet sich der
Kaiser-Wilhelm-Brunnen, ein achteckiger, überdachter Brunnen in
neobyzantinischem Stil. Er wurde 1900 im Auftrag der deutschen Regierung
im Andenken an den Besuch Kaiser
Wilhelms II. in Konstantinopel im Jahre 1898 errichtet. Weiter
erwarten Sie die Reste der griechischen
Schlangensäule aus dem 5. Jh. v. Chr und den Obelisken aus
Ägypten, den
Theodosius I. im Jahre 390 in der Mitte der Rennbahn aufrichten ließ.
Der gemauerte Obelisk schließt das Ensemble ab.
Den heutigen Abend möchten wir Sie mit einem ebenso „erdigen“
Essvergnügen bekannt machen. Nur noch ganz wenige Restaurants
beherrschen die Kunst des im Tandir, ein in der Erde eingelassener
Backofen, über Stunden gegarten Lammfleisches. Afiyet olsun!
Element LUFT
Die Luft ist erfüllt vom Duft der Gewürze, der blaue Himmel trägt die
schwebenden Möwen hinüber zum asiatischen Kontinent. Die Luft, die keine
Grenzen kennt, verbindet die getrennten Teile der Stadt. Sie trägt die
Sehnsucht nach Übersinnlichem, Religiösem, der Suche nach dem Geist
dieser unzähligen Türme der Gotteshäuser, die in den Himmel ragen. Zeigt
auf philosophische Weise die Liebe der Menschen zu Gott, dass sie bauen,
ja dichten aus Steinen um dem Himmel möglichst nahe zu sein.
3. Tag dem Himmel so nah…
Den Auftakt des heutigen Tages bildet die Klosterkirche Chora mit ihren
bestaunenswerten byzantinischen Fresken und Mosaiken, die von den
Amerikanern aufwendig restauriert wurden. Ein paar Schritte entfernt
liegt die von Mimar SInan, dem osmanischen Michelangelo, erbaute
Mihrimah Moschee. Die vier monumentalen Bögen, die die
Zentralkuppel in der alten Stadtmauer stützen, rahmen 161 Fenster ein,
durch die das Licht einflutet und eine wundervolle Atmosphäre schafft.
Stöbern Sie die einstige Pantokratorkirche und spätere Molla Zeyrek
Camii auf, die ebenso verfallen ist wie das Viertel, in dem sie liegt,
dann gehen Sie zur größten der 3.000 Moscheen Istanbuls, der Fâtih Camii,
wo Mehmet II., der osmanische Eroberer (türkisch
“Fâtih“) der Stadt, begraben liegt. Fâtih heißt dann auch der umliegende
Stadtteil. In den Vierteln rund um die konsequent schlicht gehaltene
Yavuz Selim Camii (mit tollem Blick von der Terrasse auf das Goldene
Horn!) erleben Sie den vielgestaltigen Alltag moderner Türken und
traditioneller anatolischer Zuwanderer. Im Anschluss besichtigen Sie die
Süleymaniye Camii, die prächtigste Moschee der Stadt, die der
Meisterarchitekt Mimar Sinan 1550 - 57 in der Blütezeit des osmanischen
Reiches errichtete. Sie schnuppern quer durch den Gewürzbasar zur Neuen
Moschee, der Yeni Camii, die umtost wird vom Menschentrubel, denn rund
um die Galatabrücke halten zahlreiche Fährlinien und U-Bahnen. Die
Rüstem Paşa Camii hingegen verbirgt sich im Gassengewimmel, eine
Ruheinsel vom Treiben und weltberühmt für ihren zauberhaften Schmuck aus
handgemalten Iznik-Fliesen. Nach einer mittäglichen Pause geht es dann
zum heutigen Höhepunkt der Hagia Sophia, einst die größte Kirche der
Christenheit, später Mutter aller Moscheen, heute Museum ihrer selbst;
und ihren städtebaulichen Gegenpol, die Sultanahmet Camii, die Blaue
Moschee.
Den Abend lassen Sie ausklingen in luftiger Höhe. Von einem Hügel des
Stadtteils Üsküdar, dem Çamlıca-Hügel (türk.
Çamlıca Tepesi), hat man
die schönste Aussicht über die ganze Stadt. Am Bosporusufer des
Stadtteils, der in der Antike
Chrysopolis genannt wurde,
kann man den
Leanderturm (türk.: Kız
Kulesi), ein ehemaliger
Leuchtturm, bewundern und stimmungsvoll zu Abend essen.
Element WASSER
Wasser ermöglicht das Leben, lässt treiben mit Leichtigkeit und Frische,
reinigt und beseelt uns rituell und alltäglich. Es verbindet die Hügel
der Stadt, durchzieht sie wie Adern, spült Altes hinaus und bringt Neues
herein, schafft Vielfalt und Einigung. Die Argonauten, die ersten
europäischen Bezwinger der ungestümen Fluten zwischen Mittelmeer und
Schwarzem Meer öffneten das Tor für den Strom der Menschen, die mit
ihren unterschiedlichen Kulturen, Tradition und Sitten in diese Stadt
kamen, in ihr aufgingen, ein Teil von ihr wurden und verschmolzen zu
einem großen Ganzen, einem Meer von Geschichten.
4. Tag Wasserspiele
Eine kurze Fahrt zum Dampfersteg, dort beginnt Ihre Dampferfahrt auf dem
Bosporus. Sie kreuzen zwischen Rumeli (Europa) und Anadolu (Asien) bis
hoch an das Schwarze Meer. Sie erleben Stadt und Natur, Paläste und
Dörfer, Landschaft und Wasserwelt, eine der geschichtsträchtigsten und
anmutigsten Gegenden und eine der meist befahrenen Wasserstraßen der
Erde. An der Mündung des Bosporus zum Schwarzen Meer hin liegt auf der
europäischen Seite die osmanische Festung
Rumeli Hisarı. Die
Meerenge ist hier nur 700 m breit. Sultan
Mehmed II. ließ die Anlage 1452 im Zuge der
Eroberung Konstantinopels in nur vier Monaten errichten. Nach der
Erstürmung Konstantinopels diente die Festung als Gefängnis und ist
heute ein Museum. Nach der Besichtigung der Anlage geht es dann hinüber
zum asiatischen Ufer zum Fischerdorf Anadolu Kavaği. Dort haben Sie
genügend Zeit die Burgruine auf dem Yuşa Tepesi, dem Josuaberg, zu
besichtigen und am Hafen frische Muscheln zu essen bevor es dann wieder
zurück zur Stadt geht. Nach der Rückkehr erwartet Sie ein unterirdischer
Zauberwald aus 336 Säulen. Dieser Säulenwald stützt seit fast 1.500
Jahren die Ziegeldecke des Yerebatan Sarayı, einst Wasserspeicher der
Kaiser und Sultane. Dann spazieren Sie vorbei am antiken Aquädukt des
Kaisers Valens zum Hamam, dem türkischen Bad. Lassen Sie Leib und Seele
verwöhnen im Zeichen des Tageselementes.
Für den Abend arrangieren wir eine Reservierung im Beyas, einem
erstklassigen Fischrestaurant direkt am Ufer des Marmarameeres.
Element FEUER
Feuer hat die Menschen immer schon fasziniert. Als Zeichen der
Zerstörung und Umwälzung aber auch der Erneuerung, Wiedergeburt und
Auferstehung. Metropolen wie Istanbul entstanden Schicht um Schicht auf
einer jeweils zerstörten Älteren. Anders als die materielle erdige Basis
einer Stadt muss sich die geistige Welt durch eine ständige Wandlung und
Erneuerung vor dem vollständigen Vergessen bewahren. Kunst und Szene
muss sich ständig neu erfinden um attraktiv zu bleiben und den Zustrom
an jungen Menschen nicht abreißen zu lassen.
5. Tag Kunst & Kult
Der heutige Tag steht für die zeitgenössische Kunst und Begegnungen in
der Stadt. Je nach Veranstaltungsplan zur jeweiligen Reisezeit werden
wir Sie heute in Museen, Theater und Veranstaltungen führen. Auftakt
macht das Istanbul Modern Art Museum, es wurde im Zuge der 1.
Internationalen Ausstellung Zeitgenössischer Kunst 1987 gegründet und
ist in einer Fabrikhalle in einem der ältesten Stadtteile Istanbuls -
Galata - untergebracht.
Ausstellungskalender: n.o.
Mit orientalischem Zauber beschließen Sie den Tag im Großen Basar, wo
Händler in rund 4.500 Läden lautstark Schmuck, Mode und Souvenirs
anbieten.
Am Abend entführen wir Sie zu einer der Lieblingsbeschäftigungen
türkischer Familien. Dem „Grillen“ in freier Natur. Erfreuen Sie sich am
Kebab – alle Fleischarten, die über dem Grill zubereitet werden – und am
türkischen Lavach Brot.
6. Tag Heimreise
Je nach Flugplan Transfer zum Flughafen von Istanbul und Verabschiedung.
Auf ein Wiedersehen in der Stadt, die Orient und Okzident, die Altes und
Neues so faszinierend verbindet……….
ãvia
cultus Änderungen vorbehalten
Reisezeit:
25. April bis 30.April 2010
24. Oktober bis 29. Oktober 2010
Leistungen:
-
Linienflug mit der Lufthansa Frankfurt – Istanbul - Frankfurt in der Economy Class inklusive Bordverpflegung und 20 kg Gepäck. Zubringerflüge ab allen Deutschen Flughäfen auf Anfrage, Rail & Fly für 50 € möglich
-
Aktuelle Flughafen- und Sicherheitsgebühren
-
05 x Übernachtungen im Hotel der gehobenen Mittelklasse, in Doppelzimmern mit Dusche/ WC am Taksim
-
05 x Frühstück / 05 x Abendessen in Restaurants lt. Programm
-
Alle Transfers und Ausflüge laut Programm in Bussen (der Gruppengröße entsprechend) mit Klimaanlage.
-
Qualifizierte via cultus Reisebegleitung und Reiseführung
-
durchgehend deutschsprachiger örtlicher Guide
-
Sämtliche Eintrittsgelder laut Programm
-
Lokale Steuern und Gebühren
-
Insolvenzversicherung für jeden Teilnehmer
-
Informations- und Reiseunterlagen zur Reise
-
Eintritte für Sonderausstellungen und Musikalischen Darbietungen
-
Reiserücktrittsversicherung ohne Abbruchschutz (mit Selbstbehalt) im Rahmen einer Gruppenversicherung mit 20 € pro Person
-
Persönliche Ausgaben und Trinkgelder
-
Fakultative Ausflüge
Mindest- und
Maximalteilnehmerzahl:
ab 15 Personen bis 25 Personen
Preise
pro Person im Doppelzimmer
985,00
€
Einzelzimmerzuschlag
120,00
€
Preise gelten vorbehaltlich Verfügbarkeit!




